Wernberg-Köblitz
26.04.2021 - 15:16 Uhr

Öffentlicher Protest gegen "Corona-Notbremse"

"Wernberg steht auf". Mit dieser Plakatschrift rufen die Demonstranten in Wernberg-Köblitz zum Widerstand gegen die "Corona-Notbremse" auf. Zu den Corona-Leugnern zählen sich die Organisatoren nicht.

Ingrid Kraus (links) organisierte am Sonntag auf dem Wernberger Marktplatz einen Protest gegen die verschärften Corona-Auflagen. Bild: Hirsch
Ingrid Kraus (links) organisierte am Sonntag auf dem Wernberger Marktplatz einen Protest gegen die verschärften Corona-Auflagen.

Unternehmerin Ingrid Kraus ergriff die Initiative und organisierte einen öffentlichen Protest gegen das neue Infektionsschutzgesetz. 180 Bürger versammelten sich am Sonntag auf dem Wernberger Marktplatz und tauschten ihre Meinungen aus. Es war ein stummer Protest, ohne öffentliche Reden. "Bis auf wenige Ausnahmen haben sich alle an die Hygieneregeln gehalten", lobte Ingrid Kraus die Disziplin der Teilnehmer. Wer aus der Rolle fiel, bekam es mit der Polizei zu tun.

Mit einem Spruch von Berthold Brecht, den einst auch die WAA-Gegner für sich beanspruchten, riefen die Demonstranten zum Widerstand auf: "Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht". Sie warfen der Bundeskanzlerin Rechtsbruch vor und machten deutlich: "Grundrechte müssen Grundrechte bleiben". Die Freiheit dürfe man nicht der Willkür opfern".

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Initiatorin Ingrid Kraus hatte über die sozialen Netzwerke mobil gemacht und sah sich im Gespräch mit den Teilnehmern in ihrer Haltung bestätigt. Die Unternehmerin spricht "vielen leidgeprüften Kollegen" aus der Seele, wenn sie feststellt: "Wir haben gearbeitet und etwas geschaffen, jetzt sind wir ohne Schuld in der Existenz bedroht". Sie befürchtet zudem eine Spaltung der Gesellschaft, "wenn die Geimpften Privilegien bekommen". Und noch eine Befürchtung treibt die Wernbergerin um: "Die Rechte, die uns der Staat einmal weggenommen hat, gibt er uns nicht mehr zurück". Sie leugne die Pandemie keineswegs, versicherte Ingrid Kraus, doch die Maßnahmen sollten angemessen und nachvollziehbar sein. Sie fährt bei ihrem Protest eine Breitseite gegen die bayerische Staatsregierung, "die auf die Bundesgesetze immer noch Verschärfungen draufsetzt".

 
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