16.09.2020 - 17:32 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Nach tödlichem Unfall auf A6: Fragen weiter offen

Am Dienstag starb ein 67-jähriger Lkw-Fahrer bei einem Unfall auf der A6 bei Wernberg-Köblitz. Am Mittwoch war ein Gutachter weiterhin auf Spurensuche. Die Frage, ob der Fahrer vor oder wegen des Unfalls starb, bleibt wohl ungeklärt.

Die A6 glich einem Trümmerfeld. Einen Tag später war ein Gutachter immer noch mit der Rekonstruktion des Unfallgeschehens beschäftigt.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Einen Tag nach dem schweren Unfall auf der A 6 in Richtung Waidhaus im Bereich der Anschlussstelle Wernberg-Ost, bei dem es ein Todesopfer gab, gehen die Ermittlungen der Polizei weiter. Es gibt bislang keine neuen Erkenntnisse zum Unfallhergang. „Die Ursache ist immer noch unklar, wir können um aktuellen Zeitpunkt noch nichts dazu sagen“, teilte Polizeirat Tobias Mattes von der Verkehrspolizei Amberg auf Anfrage mit.

Auch am Mittwoch war laut Polizei noch einmal ein Gutachter an der Unfallstelle. Die Beamten rechnen mit dem Ergebnis frühestens in ein paar Tagen.

Nicht mehr feststellen lässt sich Mattes zufolge jedoch, ob das Unfallopfer durch die Wucht des Aufpralls ums Leben kam oder schon vor dem Unglück wegen gesundheitlicher Probleme verstorben war. „Die Leiche wurde bereits freigegeben. Es findet keine Obduktion statt“, sagte Mattes. Die Staatsanwaltschaft habe lediglich eine Blutentnahme angeordnet.

Schaulustige waren Mattes zufolge schon aus dem Stau auf die Brücke über dem Unglücksort gelangt, als die Beamten an der Stelle eintrafen. Genauso bestätigte es auch Hans-Jürgen Schlosser, der Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis Schwandorf. Die Polizei habe die Ansammlung zunächst aufgelöst und mehrere Platzverweise ausgesprochen.

Damit schien es nicht genug. Die Problemen mit den Gaffern gingen weiter. „Wir haben beobachtet, dass einzelne Fahrer im Gegenverkehr zum Handy gegriffen haben und aus welchen Gründen auch immer zu filmen begannen“, sagte Mattes.

Die Beamten haben im Gegenzug Fotos von den gaffenden Fahrern und deren Fahrzeugen gemacht, damit diese belangt werden können. Das Filmen eines Unfalls stellt laut Paragraf 201a des Strafgesetzbuchs eine Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs dar.

Wer „eine Bildaufnahme, die die Hilflosigkeit einer anderen Person zur Schau stellt, unbefugt herstellt oder überträgt und dadurch den höchstpersönlichen Lebensbereich der abgebildeten Person verletzt“, muss mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren rechnen, heißt es.

Bei dem tödlichen Unfall am Dienstagnachmittag auf der A 6 mussten die Rettungs- und Einsatzkräfte zeitweilig Sichtschutz aufstellen, um ungehindert ihrer Arbeit nachgehen zu können.

Tödlicher Unfall auf der A6

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