Update 16.09.2020 - 07:59 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Tödlicher Unfall auf der A6: Sechs Stunden Vollsperrung

Auf der A6 in Richtung Waidhaus hat sich im Bereich der Anschlussstelle Wernberg-Ost ein schwerer Unfall ereignet. Ein Mensch kam ums Leben. Die Fahrbahn war bis 20.15 Uhr sechs Stunden lang gesperrt. Die Polizei ging hart gegen Gaffer vor.

Auf der A6 bei Wernberg hat sich am Dienstagnachmittag ein tödlicher Unfall ereignet.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Nach einem schweren Unfall auf der A 6 im Bereich der Anschlussstelle Wernberg-Ost in Richtung Waidhaus gab es am Dienstagnachmittag ein Todesopfer. Laut Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberpfalz erreichte der Notruf die Beamten um 14 Uhr. „Als wir vor Ort ankamen, befand sich der Verunfallte noch im Fahrzeug. Wir haben sofort Rettungsmaßnahmen eingeleitet – leider ohne Erfolg“, sagte der Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis Schwandorf, Hans-Jürgen Schlosser, am Telefon.

Der genaue Unfallhergang war auch am Dienstagabend nach Polizeiangaben noch nicht geklärt. Offenbar war einer der Lkw zunächst gegen einen Brückenpfeiler geprallt und anschließend mit einem anderen Laster zusammengestoßen. Die Polizei ist noch mit der genauen Rekonstruktion des Unfallhergangs beschäftigt.

Laut Florian Beck, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, ist auch die Ursache für den Tod des Lastwagenfahrers „noch Gegenstand der Ermittlungen.“ Unbestätigten Angaben zufolge soll es sich bei dem Fahrer um einen 67 Jahre alten Mann handeln. Es soll geklärt werden, ob der Fahrer seinen Verletzungen erlag, oder vor dem Unfall aufgrund gesundheitlicher Probleme starb.

A6 bis in den Abend gesperrt

Laut Schlosser hatte der Lkw zwar kein Gefahren-, dafür aber Stückgut geladen. Wegen des schweren Unfall war die A 6 bis etwa 20.15 Uhr hinein in Fahrtrichtung Tschechien komplett gesperrt. Bevor die Bergungsarbeiten begannen, verschaffte sich ein Gutachter ein Bild. Dieser war bis in die Nacht hinein vor Ort. Zudem war ein Statiker im Einsatz. Er sollte überprüfen, ob ein Brückenpfeiler an der Unfallstelle durch den Unfall in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Wernberg-Ost ausgeleitet. Beck teilte weiter mit, dass es auch auf der Gegenfahrbahn zu Verkehrsbehinderungen kam. Laut der Feuerwehr waren binnen kurzer Zeit auch die Umgehungsstrecken stark frequentiert. Die Staulänge am Unfallort betrug zum Teil über acht Kilometer.

Gaffer behindern Einsatz

Unter anderem waren die Feuerwehren Wernberg, Vohenstrauß und Pfreimd mit rund 70 Einsatzkräften im Einsatz. Laut Feuerwehr-Sprecher Schlosser eilten außerdem 35 Rettungskräfte sowie ein Rettungshubschrauber an den Unglücksort. Pressesprecher Beck betonte, dass die Polizei hart gegen Gaffer durchgreife. Feuerwehrpressesprecher Schlosser sagte: „Es war leider so, dass sich schon zum Eintreffen der Polizei und Feuerwehr an den Brücken und der Zubringer vermehrt Gaffer aufhielten. Das hat einen faden Beigeschmack, wenn da Rettungskräfte und Ehrenamtliche bei ihrer Arbeit behindert werden, wenn so etwas passiert ist.“ Die Polizei verhängte mehrere Platzweise.

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