Bei einem Festakt erteilte Pfarrer Markus Ertl dem Bauwerk den kirchlichen Segen. Nach der Inbetriebnahme des neu renovierten Wasserwerkes 2016 in Kettnitzmühle, ist der Hochbehälter am Fischberg mit Überhebepumpwerk der zweite Baustein zur sicheren Versorgung mit Trinkwasser. Ergänzend dazu wurden im Norden die Wasserleitungsanbindungen bis zum Kirschweg und bis zur Saltendorfer Straße erneuert. Eine weitere Druckleitung versorgt das Industriegebiet West. Das alte Pumpwerk Damelsdorf wurde abgebrochen und der bestehende Mischwasserkanal in der Siedlung Damelsdorf erneuert. Der Bau des Hochbehälters schlug mit 1,5 Millionen Euro zu Buche, dazu fielen Kosten für den Wasserleitungsbau in Höhe von 1,1 Millionen Euro an. Der Freistaat Bayern hat für die Maßnahmen eine Förderung von 1 123 000 Euro in Aussicht gestellt.
Diese Investitionen wurden notwendig, um den steigenden Wasserverbrauch - der Tagesverbrauch liegt bei 3000 Kubikmeter- auch in Zukunft sicherstellen zu können. Die beiden sanierungsbedürftigen Hochbehälter am Fischberg aus den Jahren 1950 und 1970 mit einem Gesamtvolumen von 1200 Kubikmeter konnten dies nicht mehr gewährleisten. Sie wurden abgebrochen und an gleicher Stelle der neue Hochbehälter mit 1600 Kubikmeter Speicherkapazität errichtet.
Bei der feierlichen Inbetriebnahme dankte Bürgermeister Konrad Kiener dem Marktrat und Altbürgermeister Georg Butz für den Weitblick, zum richtigen Zeitpunkt in eine sichere Trinkwasserversorgung investiert zu haben. Der Bürgermeister mahnte zum sorgsamen Umgang mit dem hohen Gut Trinkwasser. „Der Erhalt der nachhaltig hohen Qualität unseres Wasser ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Wasserschutzgebiete liefern die Grundlage, aber jeder von uns muss auf seinem Umgang mit dem sensiblen Ökosystem achten“, so der Bürgermeister.
In diese Kerbe schlug auch Mathias Rosenmüller, der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Weiden. „Mit der Einweihung wird deutlich, dass die ortsnahe, unter kommunaler Regie stehende Wasserversorgung nach wie vor ein zukunftsfähiges Modell darstellt. Wasser ist auch ein Stück Heimat, dafür einzutreten lohnt sich heute und auch in Zukunft“, so der Appell des Behördenleiters.
Einen kurzen zeitlichen Abriss der Maßnahme gab das Planungsbüro Zwick-Ingenieure. Von der Auftragserteilung bis zur Fertigstellung vergingen zwei Jahre. Es wurden 720 Kubikmeter Stahlbeton und 100 Tonnen Betonstahl verbaut. Dazu kamen noch 3600 Meter Wasserleitungsrohre. Die Baumeisterarbeiten erledigte die Firma Wilhelm Bauer aus Erbendorf. Für die Pumpwerkstechnik war die Firma Wilo Emu Anlagenbau Hof und für die Wasserleitungsanbindung die Firma Michael Baumer aus Oberviechtach zuständig. Insgesamt standen neun Firmen unter Vertrag. Die noch anstehenden Restarbeiten werden im nächsten Frühjahr ausgeführt.
















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