Wernberg-Köblitz
23.12.2024 - 11:16 Uhr
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Wasser-Zweckverband steht vor weiteren finanziellen Herausforderungen

Die Erneuerung der Infrastruktur zur Trinkwasserversorgung des Zweckverbandes Wasserversorgung Neunaigen-Kemnath ist noch lange nicht abgeschlossen. In den nächsten vier Jahren steht eine Investitionssumme von 4,9 Millionen Euro im Raum.

Der Haushalt 2025 des Zweckverbands Neunaigen-Kemnath und der Finanz- und Investitionsplan bis zum Jahr 2028 standen im Mittelpunkt der zurückliegenden Verbandsratssitzung im Feuerwehrhaus Kemnath am Buchberg. Gleich zum Beginn der Sitzung gab der Verbandsvorsitzende, der Wernberger Bürgermeister Konrad Kiener, das Ergebnis der Nachkalkulation des Wasserpreises für den Kalkulationszeitraum 2021 - 2024 bekannt. Demnach hat sich im Kalkulationszeitraum ein Fehlbetrag von 22 159 Euro angesammelt, der in der Vorauskalkulation des Wasserpreises bis zum Jahr 2027 berücksichtigt werden muss. Daraus errechnet sich ein künftiger Wasserpreis von 4,98 Euro je Kubikmeter.

"Der jährliche Wasserverbrauch des Zweckverbandes liegt bei 53 000 Kubikmeter mit rückläufiger Tendenz", wies stellvertretender Kämmerer Matthias Zwack auf die derzeitige Situation hin. Hinzu kommt noch der Verkauf des Wassers, das der Markt Wernberg-Köblitz für die Versorgung des Ortsteiles Friedersdorf benötigt. Auch dieser Wasserpreis wurde von bisher 2,51 Euro je Kubikmeter auf künftig 4,03 Euro erhöht. Aus dem Wasserverkauf werden Einnahmen in Höhe von insgesamt 281 000 Euro erwartet.

Der Gesamthaushalt des Zweckverbandes für das Jahr 2025 schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit 1 728 700 Euro ab. Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 597 000 Euro und auf den Vermögenshaushalt 1 130 800 Euro. Um den Haushalt 2025 auszugleichen, ist eine Kreditaufnahme in Höhe von 989 000 Euro notwendig. Außerdem ist nach Aussage des Kämmerers noch im Dezember ein weiteres Zwischenfinanzierungsdarlehen in Höhe von 275 000 Euro notwendig. Über den eingeschränkten Herstellungsbeitrag, der noch im Dezember von den Verbandsmitgliedern vereinnahmt wird, fließen eine Million Euro in die Verbandskasse.

Zum Ende des Haushaltsjahres 2025 beläuft sich der Schuldenstand des Zweckverbandes auf 2 196 493 Euro. In den Jahren 2025 bis 2028 sind weitere Investitionen in Höhe von 4,9 Millionen Euro vorgesehen. An Zuwendungen werden in diesem Zeitraum 1,26 Millionen Euro erwartet. Der vorgelegte Haushalt 2025 fand die Zustimmung der Verbandsräte.

Verbandsrat Uwe Bergmann wollte wissen, ob die Sanierung der Hochbehälter im Haushalt mit enthalten ist. Verbandsvorsitzender Kiener führte aus, dass die Sanierung der Hochbehälter im Haushalt nicht vorgesehen ist. "Sollte der Zweckverband die Sanierung der Hochbehälter planen, kann dies nur über Verbesserungsbeiträge umgesetzt werden. Das Gesundheitsamt trägt aktuell den Weg mit, dass die Hochbehälter weiter betrieben werden können", so die Aussage des Verbandsvorsitzenden.

Neben der Haushaltssatzung standen verschiedene Auftragsvergaben auf der Tagesordnung. Im Jahr 2023 ist die Trinkwassereinzugsgebietsverordnung in Kraft getreten. Sie dient dem Schutz der Beschaffenheit des Grundwassers und des Oberflächenwassers im Einzugsgebiet. Der Zweckverband beauftragte das Büro Anders und Raum mit der dafür notwendigen Bewertung zum Angebotspreis in Höhe von 5 129 Euro.

Im Zuge der Wasserleitungsverlegung vom Schmalhof bis Maierhof ist mit Pech belasteter Asphalt angefallen, der separat auf einer zugelassenen Deponie entsorgt werden musste. Die Einlagerungsgebühren beliefen sich für die 202 Tonnen auf 5 067 Euro. Bei der selben Baumaßnahme fielen auch 480 Kubikmeter überschüssiges Erdreich an, das ebenfalls entsorgt werden musste. Die Kosten dafür beliefen sich auf 13 200 Euro.

Verbandsvorsitzender Kiener konnte auch mit erfreulichen Daten aufwarten. Die Baukosten für die Wasserleitung vom Wasserwerk zum Hochbehälter Schmalhof lagen um 50 000 Euro günstiger als geplant und die Baukosten für die Wasserleitung vom Hochbehälter Schmalhof nach Maierhof lagen um weitere 40 000 Euro niedriger als geplant.

Hintergrund:

Zweckverband Neunaigen-Kemnath: Haushalt 2025

  • Verwaltungshaushalt: 597 900 Euro
  • Vermögenshaushalt: 1 130 800 Euro
  • Gesamtvolumen: 1 728 700 Euro
  • Jährlicher Wasserverbrauch: 53 000 Kubikmeter
  • Wasserpreis neu: 4,98 Euro/Kubikmeter
  • Finanzplanung bis 2028: 2025: 1 728 700 Euro; 2026: 1 341 000 Euro; 2027: 1 145 800 Euro; 2028: 675 200 Euro
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