Die erste Zweckverbandssitzung zur Wasserversorgung im Bereich Neunaigen/Kemnath am Buchberg im neuen Jahr fand im Schützenheim in Neunaigen statt. Zweckverbandsvorsitzender, Bürgermeister Konrad Kiener, informierte die Verbandsräte über die beiden gut besuchten Informationsveranstaltungen zu den Bescheiden der eingeschränkten Herstellungsbeiträge in Neunaigen und Kemnath. Die Erläuterungen wurden von den Anwesenden wohlwollend aufgenommen. Die bedeutendste Neuerung ergibt sich daraus, dass nicht, wie ursprünglich geplant, zwei Bescheide an die Verbandsmitglieder geschickt werden, sondern jetzt im eingeschränkten Herstellungsbeitrag die niedrigeren Beiträge für die Maßnahme "Neubau Wasserwerk" und die eigentlich neuen Beiträge für alle Maßnahmen "Leitungserneuerungen und Pumpwerk Mertenberg" miteinander verrechnet werden.
Weitere Höchstförderung fraglich
Dabei konnte ZV-Vorsitzender Konrad Kiener auf einen Umstand verweisen, der bei Baumaßnahmen äußerst selten vorkommt: "Der Neubau Wasserwerk kam deutlich günstiger als von der Verwaltung berechnet." Durch den Wasserwerksneubau erreichte der Zweckverband die Förderstufe zwei, dies entspricht einem Fördersatz von 70 Prozent, konnte der Vorsitzende als zusätzlichen Vorteil mitteilen. Als Ergebnis aus diesen Umständen käme es zu einer Beitragsrückerstattung, die bei den eingeschränkten Herstellungsbeiträgen gleich berücksichtigt wird.
Die umfangreichen Maßnahmen in die Wasserversorgung waren unaufschiebbar und dringend notwendig und wurde von der Fachaufsicht gefordert. "Allen Verbandsräten war bei den Entscheidungen bewusst, welche Belastungen auf unsere Abnehmer zukommen werden. Hätten wir aber diese Entscheidung nicht getroffen, hätten wir die dargestellten Förderungen nicht bekommen, die nun allen zugutekommen", so das Fazit des ZV-Vorsitzenden.
Mit Blick auf die neue RZWas 2025 zeigte sich Konrad Kiener weniger optimistisch, was die künftige Förderhöhe betrifft. Er hegte große Zweifel, ob eine Höchstförderung nochmal erreicht werden kann. Der Vorsitzende bedankte sich bei den Verbandsräten, der Verwaltung und allen Abnehmern für ihren Einsatz und das Verständnis für die nicht unerheblichen Belastungen der Maßnahmen. "In Mertenberg und in Neunaigen müssen die laufenden Wasserleitungserneuerungen von den Baufirmen fristgerecht bis Dezember 2025 gebaut und abgerechnet werden", verwies Vorsitzender Kiener auf die geltenden Fristen zum Erhalt der Förderungen der RZWas 2021.
Unterhalt zu erledigen
Die Erneuerung der Wasserleitung ist die eine Seite der Medaille, der Unterhalt des bestehenden Rohrnetzes die andere. Mit der Ausführung der regelmäßig wiederkehrenden Arbeiten, die sich das ganze Jahr über ergeben, war bisher die Firma Paul aus Weiden beauftragt. Dazu zählen Rohrgrabenarbeiten für Reparaturen und Neuverlegungen aller Art am Wasserleitungsnetz und am Kanalrohrnetz. Hinzu kommen auch noch Straßenreparaturen und kleinere Straßenbaumaßnahmen. Diese beziehen sich auf den gesamten Marktbereich von Wernberg-Köblitz.
Der Umfang der ausgeschriebenen Arbeiten orientierte sich am durchschnittlichen bisherigen Umfang. Insgesamt wurden elf Firmen zur Angebotsabgabe aufgefordert. Abgegeben hat aber nur die Firma Hermann Paul GmbH aus Weiden ein Angebot. Als wirtschaftlichster Bieter erhielt die Firma Paul zu einem Angebotspreis von 235 368 Euro den Auftrag. Die Abrechnung erfolgt nach den tatsächlich erbrachten Leistungen. Im Jahr 2024 wurden 11 000 Euro aus dem Jahresvertrag 2024 vom Zweckverband Neunaigen-Kemnath an die Firma Paul bezahlt.



















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