28.11.2019 - 18:31 Uhr
Wernberg-KöblitzOberpfalz

Wohnlicher und verkehrsberuhigt

Michael Wagner stellt die Vorplanung und den ersten Entwurf vor: Der Markt Wernberg-Köblitz hat das Architektur- und Ingenieurbüro Schultes mit den Planungen zur Erneuerung der Paul-Schiedt-Straße beauftragt.

Bautechniker Michael Wagner (links vorne) im Gespräch mit Bürgermeister Konrad Kiener.
von Anton (Rufn. Toni) WildProfil

Zahlreiche Anlieger und Interessierte folgten im Schützenheim den Ausführungen von Bautechniker Michael Wagner zum Straßenausbau inklusive der Wasser- und Kanalleitungen.

Zunächst erläuterte Bautechniker Michael Wagner den Ausbauumfang der Straße von der Einmündung in die B14 bis kurz vor die Eisenbahnunterführung mit den zugehörigen Einmündungen der anderen Straßen. Für das Teilstück vor der Brücke müsse man erst die Elektrifizierung der Bahn abwarten. Ebenfalls abwarten müsse man die derzeitig laufenden Kanal- und Wasseruntersuchungen um zu sehen, was an Wasserleitungs- und Kanalarbeiten gemacht werden müsse. Die Hausanschlüsse werden etwa einen halben Meter über die Grundstücksgrenze hinaus verlegt, damit später nicht wieder die Straße aufgerissen werden müsse.

Grundsätzlich werde die Straße einen wohnlicheren Charakter bekommen und man wolle den Durchgangsverkehr etwas herausnehmen und beruhigen. Das solle erreicht werden durch eine nur fünf Meter breite Asphaltfahrbahn, links und rechts eingesäumt von überfahrbaren, barrierefreien Pflasterstreifen. Die Gemeinde solle die mindestens 20 mal 20 cm großen Betonpflastersteine selbst auswählen. Die neue farbliche Struktur erzeuge eine visuelle Enge, die zum langsameren Fahren führe, wobei ja der Seitenstreifen jederzeit überfahren werden kann. Diskutiert sollten als Beruhigungsmaßnahmen auch zwei Engstellen werden und die Einbeziehung der Brunnenanlage bei der Einmündung in die B14. "Der Sattelschlepper muss sofort erkennen, dass er hier falsch ist", betonte Wagner.

Bürgermeister Konrad Kiener schilderte die Lage der Marktgemeinde und die angespannte finanzielle Situation durch den Ausfall der drei wichtigsten Steuerzahler. So könne man nur eine Straße nach der anderen in Angriff nehmen. Förderungen gäbe es jetzt als Pauschalen, seien jedoch nur "ein Tropfen auf den heißen Stein". Da die Förderung auf Wasser und Kanal 80 Prozent betrage, müssten die Kosten für die Straße mit auf Wasser und Kanal verteilt werden. Dazu müsse man den zeitlichen Rahmen einhalten. Das bedeute, die Straße müsse wegen der Förderung im Herbst 2021 fertig und abgerechnet sein.

Viele Fragen der Anlieger schlossen sich an. Natürlich ergäben sich verkehrsmäßig große Beeinträchtigungen in der Bauzeit, so Bautechniker Wagner. Er konnte auch die Angst vor den fehlenden Bordsteinen entkräften. Es entstünden keine Kosten für die Anlieger. Details müssten erst noch geklärt werden.

Der Zustand der Paul-Schiedt-Straße ist nicht gut.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.