Wernberg-Köblitz
20.11.2018 - 16:26 Uhr

Zeichen für den Frieden

Mit einem beeindruckenden Festakt am Kriegerdenkmal gedenkt der Markt Wernberg-Köblitz der Millionen Opfer von Krieg und Gewalt, von Völkermord, Verfolgung und Vertreibung, aber auch des Widerstandes.

Der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft, Willi Eimer, erinnerte an die Millionen Opfer der beiden Weltkriege. Bild: bnr
Der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft, Willi Eimer, erinnerte an die Millionen Opfer der beiden Weltkriege.

Das steinerne Mahnmal an der St. Anna Kirche, mit seinen vielen Namen der gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege, führt täglich die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt vor Augen. An der Gedenkfeier zum Volkstrauertag beteiligten sich Abordnungen der Vereine mit ihren Fahnen und Vertreter der kirchlichen und politischen Gremien. Auch eine erfreulich große Anzahl von Bürgern wohnten trotz eisigem Wind dem Festakt bei.

Pfarrer Markus Ertl segnete das Mahnmal und sah im Volkstrauertag eine Mahnung zum Frieden und Menschlichkeit. „Seit der Ausweitung der Bundeswehreinsätze sind wir als Nation wieder mit Tod und Verwundung deutscher Soldaten konfrontiert“, schloss Willi Eimer, der Vorstand der Soldaten und Kriegerkameradschaft, das Gedenken an die Soldaten der Bundeswehr mit ein, die täglich ihr Leben für Frieden und Freiheit einsetzen. An das Ende des Ersten Weltkrieges vor genau 100 Jahren erinnerte Bürgermeister Konrad Kiener in seiner Ansprache. Selbst das Wissen um die vielen Opfer und das unsägliche Elend dieses Krieges konnte die noch viel größere Katastrophe nur 21 Jahre später nicht verhindern. „Kriege sind keine Naturkatastrophen, sie brechen nicht aus. Sie werden vorbereitet durch Feindbilder, autoritäre Denkmuster und Propaganda“, warnte der Bürgermeister vor zu großer Leichtgläubigkeit der Menschen. „Nur Versöhnung, europäische Kooperation und Verständigung der verschiedenen Völker führen zu einem dauerhaften Frieden“, so der Bürgermeister weiter. Dieser europäische Gedanke ist für Bürgermeister Konrad Kiener der Schlüssel für eine friedliche Zukunft. Zum Ende seiner Rede zitierte er Jean-Claude Juncker: „Wer an Europa zweifelt, oder wer an Europa verzweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen!“ Zusammen mit der Vorstand des Kriegervereins stellte der Bürgermeister ein Blumengebinde am Ehrenmal nieder. Die Feier wurde von den „Naabtaler Musikanten“ musikalisch gestaltet.

Zum ehrenden Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege stellten Bürgermeister Konrad Kiener und Willi Eimer am Ehrenmal ein Blumengebinde nieder. Bild: bnr
Zum ehrenden Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege stellten Bürgermeister Konrad Kiener und Willi Eimer am Ehrenmal ein Blumengebinde nieder.
Das Ehrenmal an der Kirche erinnert an die vielen Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege. Die Soldaten- und Kriegerkameradschaft stellte die Ehrenwache. Bild: bnr
Das Ehrenmal an der Kirche erinnert an die vielen Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege. Die Soldaten- und Kriegerkameradschaft stellte die Ehrenwache.
 
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