Ein Pfarrer singt sich durch die biblische Geschichte

Josef Triebenbacher hat eine Stimme wie Reinhard Mey. Damit unterhält der in Kondrau geborene und in der Pfarrei Herz Jesu in Marktredwitz wirkende Geistliche 76 Frauen beim Frühstückstreff im Maximilian-Kolbe-Haus in Wernersreuth bestens.

Pfarrer Josef Triebenbacher kann singen wie Reinhard Mey. Seine Lieder von Gott und den biblischen Menschen kamen beim Frauenfrühstück sehr gut an.
von Ulla Britta BaumerProfil

Wenn einer singt und dabei an Reinhard Mey erinnert, macht das Freude. Im Maximilian-Kolbe-Haus durften 76 Frauen zudem auch mit einstimmen, als Pfarrer Josef Triebenbacher seine Lieder über Gott und das Leben vortrug und sich dabei selbst mit der Gitarre begleitete. Eingeladen zu diesem sehr unterhaltsamen Vormittag hatte das Landvolk Wernersreuth um Vorsitzende Brigitte Meyer. Pfarrer Triebenbacher war der Referent des 18. Frauenfrühstücks, das jährlich einmal immer im Januar veranstaltet wird.

Der 69-jährige Seelsorger aus der Pfarrei Herz Jesu singt mit einer nahezu identischen Stimme wie der berühmte Barde. Dieser erzählt in seinen Stücken von der Liebe und dem Leben; die Texte in Triebenbachers Liedern handeln dagegen von Gott, den Menschen und den Geschehnissen in der Bibel.

Tischschmuck mit netten Details

Das Team um Organisatorin Brigitte Meyer und Petra Fröhlich hatte am Morgen ein reichhaltiges Frühstück aufgebaut und die Tische liebevoll mit kleinen, netten Details geschmückt. Brigitte Meyer begrüßte die Gäste mit einer Geschichte mit dem Titel "Am Anfang erschuf Gott den Esel", die mit hintergründigem Humor gespickt war, und gab dann das draußen im Flur aufgebaute Frühstücksbüfett frei.

Wie in einem Bienenschwarm ging es zu: Die Frauen ließen es sich bei Kaffee, frischen Brötchen und leckeren Zutaten gut gehen und hatten sich viel zu erzählen. Nach einer weiteren humorigen Erzählung über das gute Essen, erschaffen von Gott, und die Verführungen, erschaffen vom Teufel, begrüßte Brigitte Meyer den Referenten und überließ ihm das Wort. Josef Triebenbacher, der sogleich zur Gitarre griff, lud mit seinen Liedern und Gedanken zum Streifzug durch die Bibel ein. Er begann mit einer Liebeserklärung an das Leben. "Denn unser Leben ist ein kostbares Geschenk", so Triebenbacher. "Unsere Eltern haben es uns über ihre Liebe geschenkt." Triebenbacher bezeichnete die Bibel als eine Liebeserklärung an die Menschen.

Großer Frauenchor

Beginnend mit Abraham, Mose und Elija ließ der singende Pfarrer die anwesenden Frauen teilhaben an den Wegen der Menschen aus der Bibel, die den Glauben vor vielen Tausend Jahren zu dem geformt haben, was er heute ist. "Drei große Religionen, das Christentum, der Islam und das Judentum, berufen sich auf Abraham", betonte Triebenbacher.

Er lud zum Mitsingen ein, womit die anwesenden Frauen gut zurechtkamen. Bald klang es aus dem Vortragsraum, als sei dort nicht ein Frauenfrühstück zugange, sondern ein großer Frauenchor.

Der Pfarrer "sang" sich durch die biblische Geschichte, bis er im Neuen Testament bei Jesus angelangt war. Immer wieder klangen Botschaften an die Anwesenden durch. Etwa die Bitte, einfach mehr Gottvertrauen zu haben und sich an Neues zu wagen oder etwas aus dem eigenen Leben zurückzulassen im Vertrauen, dass Gutes folge.

Die Ankunft von Jesus auf der Erde bezeichnete Triebenbacher als die größte Liebeserklärung von Gott an die Menschen. Sehr zur Erheiterung der Frauen sang der hochmusikalische Pfarrer aber auch lustige Lieder mit Titel wie "A Kouh wollt in die Kirche gehen". Dafür gab es manchen Sonderapplaus aus dem Publikum. Mit dem berühmten Gebet von Dietrich Bonhoeffer "Von guten Mächten treu und still umgeben", gemeinsam gesungen nach der Melodie aus dem neuen Gotteslob, endete der unterhaltsame wie stimmungsgeladene Vormittag.

Auf dem Flur durften sich die Frauen am reichhaltigen Frühstücksbüfett nach Herzenslust bedienen.
Kein Platz blieb frei. 76 Teilnehmerinnen konnten die Veranstalter diesmal begrüßen.
Die Gäste ließen sich das leckere Frühstück schmecken .
Das Team des Landvolks hat alles sehr liebevoll vorbereitet. Die Gäste fanden auf den schön gedeckten Tischen Frühlingsboten in Form von Tulpen und selbstgebastelter Deko. Auf den Tellern lag für jeden Gast ein Stück Kuchen.
Brigitte Meyer führte durch das schöne Programm.

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