Rettungswagen-Standort Wernersreuth einsatzbereit

Seit Dienstag ist der Rettungswagen-Standort in Wernersreuth in Betrieb. Um 8 Uhr setzte Bürgermeister Klaus Meyer den ersten Funkspruch ab. Bis zum ersten Einsatz dauerte es keine 40 Minuten.

Bürgermeister Klaus Meyer setzt den ersten Funkspruch für den "Akkon Wernersreuth 71/1" ab. Unterstützung bekommt er vom Rettungsdienstleiter Frank Zirngibl und Martin Steinkirchner, Regionalvorstand Ostbayern der Johanniter-Unfall-Hilfe (vorne, von links).
von Martin Maier Kontakt Profil

Die rettungsdienstliche Versorgungslücke im östlichen Landkreis Tirschenreuth ist geschlossen: Seit Dienstag startet ein Rettungswagen von Wernersreuth aus. "Der 'Akkon Wernersreuth 71/1' ist für fünf Jahre einsatzbereit", funkte Neualbenreuths Bürgermeister Klaus Meyer an die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz (ILS). Damit ist ab sofort der Standort immer täglich zwischen 8 und 20 Uhr mit zwei Personen besetzt.

"Das ist ein langersehnter Termin für mich. Wir waren im Rettungsdienst unterversorgt", blickte der Rathauschef in seiner kurzen Ansprache zurück. Seit der Verlegung der Rettungswache von Waldsassen nach Mitterteich Anfang 2016 hatte es immer wieder Diskussionen um die Einhaltung der Zwölf-Minuten-Hilfsfrist in Teilen der Gemeinden Neualbenreuth und Waldsassen gegeben. "Als im Gutachten der Name Wernersreuth als zusätzlicher Standort zu lesen war, war ich zuerst überrascht", gab Meyer, der selber in dem kleinen Dorf wohnt, zu. Dies zeige aber, wie gut der Ort in alle Richtungen angebunden sei.

Vertragsunterzeichnung für den neuen Standort

Bad Neualbenreuth

Den Zuschlag für den Betrieb des Standorts mit einer Laufzeit von fünf Jahren hatte überraschend die Johanniter-Unfall-Hilfe erhalten. Der Bürgermeister war sich aber sicher, dass die Hilfsorganisation hier Fuß fassen werde. "Das ist unser fünfter Rettungsdienst-Standort in Ostbayern", verwies Martin Steinkirchner, Regionalvorstand Ostbayern der Johanniter-Unfall-Hilfe, auf die Kompetenz seines Arbeitgebers. Man sei von der Gemeinde sehr gut aufgenommen worden. Zudem versprach er eine gute Zusammenarbeit mit allen Organisationen. "Das wird hervorragend klappen."

Die ersten Monate laufen im Interimsbetrieb. Dazu haben die Johanniter eine Ferienwohnung direkt an der Hauptstraße angemietet. Spätestens ab 1. Oktober 2020 soll der eigentliche Standort direkt oberhalb des Friedhofs bezugsfertig sein. "Das ist eine sehr gute Lösung", versicherte Meyer den Anwesenden. Unter den Gästen waren auch Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer und der neue ILS-Chef Jürgen Meyer. Für ihn war es sein erster offizieller Termin als Geschäftsleiter.

Nach dem offiziellen Teil luden die Johanniter noch zu einem kleinen Weißwurstfrühstück ein. Zwei Rettungskräfte mussten dieses aber schon bald abbrechen. Denn um 8.39 Uhr musste der Rettungswagen zum ersten Mal ausrücken. Ziel war Hatzenreuth.

Funkrufnamen:

"Akkon Wernersreuth 71/1"

Zur Vereinfachung des Funkverkehrs hat jede Organisation einen kurzen Funkrufnamen. Die Johanniter firmieren unter Akkon. Das ist der Name der ersten Festung des Johanniterordens.

Die Johanniter sind einsatzbereit. Rettungsdienstleiter Frank Zirngibl (Mitte) und Martin Steinkirchner, Regionalvorstand Ostbayern der Johanniter-Unfall-Hilfe (rechts), begrüßten ihr "Wernersreuther Team".
Bürgermeister Klaus Meyer setzt den ersten Funkspruch für den "Akkon Wernersreuth 71/1" ab.
Vor dem neuen Rettungswagen stellen sich alle Rettungskräfte und Gäste auf.

 

 

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