Wetzldorf bei Erbendorf
19.08.2020 - 11:47 Uhr

"Glaubenszeugnis am Straßenrand"

Vor gut 100 Jahren wurde an einer alten Buche ein Marienbild angebracht. Die Bezeichnung „Bildbaum“ war geboren. Die Familie Josef Stock errinnerte sich daran und stiftete einen neuen Bildstock, den Pfarrer Martin Besold segnete.

Den neuen Bildstock segnete bei einer kleinen Marienandacht Pfarrer Martin Besold (rechts). Mit auf dem Bild (von links) Andreas Stock, Mutter Marianne, Ehefrau Marianne mit Kindern Katharina und Luisa und Eleonore Stock. Bild: njn
Den neuen Bildstock segnete bei einer kleinen Marienandacht Pfarrer Martin Besold (rechts). Mit auf dem Bild (von links) Andreas Stock, Mutter Marianne, Ehefrau Marianne mit Kindern Katharina und Luisa und Eleonore Stock.

Auf der Straße nach Pfaben, kurz vor der Abzweigung nach Wäldern, steht auf der linken Seite seit kurzem ein neuer Bildstock mit einem Marienbild. Die Familie Josef Stock aus Wetzldorf hat ihn in Auftrag gegeben und bewusst diese Stelle ausgewählt, weil es dort vor einem Jahrhundert bereits einmal an einer alten Buche ein Marienbild existierte. Aus welchem Grund früher dieses Bild aufgestellt wurde, als Dank oder aufgrund eines Unglücks, weiß niemand mehr.

Eleonore Stock weiß noch, dass der Baum beim Bau der Straße nach Wäldern in den 1950er Jahren gefällt wurde. Doch die Erinnerung an diesen "Bildbaum" war noch in der Bevölkerung verankert und auch der Ort wird bis heute „Bildbuche“ genannt.

So hat die Familie Stock bei dem Künstler Karl Panzer aus Grötschenreuth ein Bild in Auftrag gegeben. Alois Speer aus Erbendorf fertigte hierfür einen Rahmen mit Wetterschutz. Die Granitsäule war auf dem Hof vorhanden. Eins durfte natürlich nicht fehlen: der kirchliche Segen.

Pfarrer Martin Besold bezeichnete den Bildstock bei der Marienandacht als „Glaubenszeugnis am Straßenrand“. Gleich vier Generationen der Familie Stock waren mit dabei. Für die Idee sprach Besold ihnen seinen Dank aus.

 
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