Wiesau
01.12.2025 - 11:11 Uhr
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Adventsmarkt in Wiesau: Nikolaus beschenkt wieder die Kinder

Wiesau verzauberte am Samstag mit einem stimmungsvollen Adventsmarkt. Ob Kulinarik, Handwerk oder Darbietungen: Das Angebotsspektrum war erneut vielfältig. Nicht fehlen durfte ein altgedienter Nikolaus.

Eröffnet wurde der traditionelle Adventsmarkt vom Musikverein Wiesau unter der Leitung von Paula Bächer, den Mädchen, Buben und Erzieherinnen vom Kinderhaus Sankt Elisabeth sowie Bürgermeister Toni Dutz. In seiner Ansprache erinnerte das Gemeindeoberhaupt an die Anfänge vor rund 40 Jahren am Ursprungsort Hauptstraße. Eigens dafür hatte Max Gareis seinerzeit Verse geschmiedet: „Oabuan wern die besten Sachen, döu oin as Kaaf’n leichter machen. Christstoll’n gibt’s, verschied'ne Sorten, lauter selber bach’ne Hausmacherarten.“

Die „Hausmacherarten“, wie es der Heimatdichter formuliert hatte, und vieles mehr gab es am Samstag in 37 Buden. Am Verkaufsstand der Frauen-Union, wo nahezu pausenlos im heißen Fett eine Spezialität gebacken wurde, half unter anderem Anja Klarner. „Wir haben gut zu tun. Unsere thüringische Quarkbällchen sind, das glauben wir, ein kulinarisches Highlight. Viele lassen sie sich einpacken, um sie mit nach Hause nehmen zu können“, verriet die Wiesauerin.

Seit 37 Jahren dabei: der Nikolaus aus Wiesau

Zu den prominenten Dauer-Besuchern gehörte der Heilige Nikolaus – Ewald Oppl aus Wiesau. „Ich bin seit 37 Jahren dabei und möchte auf jeden Fall die 40 vollmachen.“ Oppl, der von Engeln begleitet wurde, fügte hinzu: „Dann gehe ich, aber nur vielleicht, in Rente.“

Mit vorweihnachtlichen Weisen unterhielt der Mitterteicher Posaunenchor. Danach – die Sonne war längst hinterm Horizont verschwunden - packte das Ensemble vom „Stiftländer Alphornwahnsinn“ die langen hölzernen Instrumente aus. Nicht nur an den Bratwurst- und Steakbuden, eigentlich überall, war man zufrieden. „Bis jetzt läuft’s“, sagte Gerlinde Bayer. Der Semmelvorrat ging immer wieder zur Neige. "Ich hab' schon nachgeordert", ergänzte die Gastwirt-Schwester.

Blickfang: die Arbeit der Schnitzer

An den Feuerstellen trafen sich die Leute. Manche nutzen die Aufwärmplätze zum Brotzeit machen oder nur zum Ratschen. An der Marktplatz-Westseite drehte sich ein Karussell. Dotsch wurde gebacken, Glühwein oder Feuerzangenbowle verkauft. Zu den Angeboten gehörten beispielsweise Kerzen, Strickwaren, Kartoffelchips, Liköre, Seifen, Kaffee und Kuchen. Erneuter Blickfang war die lebensgroße Krippe der Wiesauer Schnitzer, die sich – wie bereits in den Jahren zuvor – im Rathausfoyer positioniert hatten, um dort zu arbeiten. Der Markt sei „schön und kuschelig“, kommentierte Christian Thinschmied aus Fuchsmühl die Atmosphäre im Budendorf am Marktplatz. „Ich bin beeindruckt“, sagte eine Frau, an der Hand ihr Töchterchen, aus der Nachbargemeinde Fuchsmühl.

Der einen Tag dauernde Adventsmarkt findet immer am ersten Adventswochenende, wenn die erste Kerze brennt, statt. Die Idee, die Veranstaltung auszudehnen, wurde verworfen. Organisiert wird das Ganze vom Markt Wiesau und gestaltet von den Vereinen, Verbänden, Organisationen sowie angemeldeten Fieranten. Die Buden schlossen um 21 Uhr. Danach blieb der für den Verkehr vorübergehend gesperrte Marktplatz, auf dem auch ein geschmückter Christbaum steht, hell erleuchtet. Und das wird ein paar Wochen auch so bleiben.

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