Wiesau
17.12.2018 - 12:22 Uhr

Atemschutzübung in Neuhaus

Die Marktgemeinde unterstützt die örtlichen Vereine wieder mit Geldern aus ihrem Fördertopf. Die Verteilung der Zuschüsse steht unter anderem auf der Tagesordnung. Harmonisch neigt sich das Jahr im Marktrat zu Ende.

Sieben Vereine, darunter auch die Ministranten, hatten sich vor einigen Wochen mit der gewohnten Bitte um Unterstützung an die Verwaltung gewandt, informierte Bürgermeister Toni Dutz. Man habe sich mit dem Jugendbeauftragten Lars Saller schließlich darauf geeinigt, 1110 Euro an die Antragsteller weiterzugeben.

Freuen können sich die Juniorenabteilung des SV Schönhaid über 300 Euro, der Stiftländer Heimatverein über 200 Euro, das Jugendrotkreuz über 70 Euro, die Jugend der Spielvereinigung über 120 Euro. Die Ministranten der katholischen Pfarrei St. Michael erhalten 160 Euro. Weitere Nutznießer sind die "Löschdrachen": Die Kinderfeuerwehr erhält 100 Euro. Für ihre Jugend erhält die Freiwillige Feuerwehr Wiesau noch einmal 160 Euro.

Bei der Sitzung im November hatte sich Helmut Oppl nach dem Vertragsstand mit dem Feuerwehr-Partner Marktredwitz erkundigt. Der Feuerwehrbeauftragte wollte wissen, ob die 2013 getroffene Vereinbarung für die Pflege und Wartung der Atemschutzgeräte noch Bestand habe. Außerdem erinnerte er daran, dass seit gut zwei Jahren auch die Marktredwitzer Einrichtung als Atemschutzstrecke genutzt wurde.

Vertrag gekündigt

Bürgermeister Toni Dutz, der Oppls Frage damals nicht beantworten konnte, hatte sich zwischenzeitlich kundig gemacht: "Der Vertrag mit Marktredwitz wurde tatsächlich aufgelöst." Dies sei während seines Urlaubs geschehen. "Bereits zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bestand die Absicht, mit der Pflege und Wartung der Geräte wieder in den Landkreis zurückzukehren", erinnerte Dutz. Gleichzeitig habe man sich dafür ausgesprochen, künftig die Neuhauser Atemschutzstrecke zu nutzen. Beides soll ab dem Jahreswechsel verwirklicht werden.

Die weitere Neugestaltung der Hauptstraße im unteren Teil, die Sanierung des Bahnhofsgebäudes und die Folgenutzung des Hautmann-Geländes an der Ecke Hauptstraße/ Marktstraße stehen auf der Bedarfsmitteilung für das Städtebauförderprogramm 2019. Die Gesamtsumme des Maßnahmenkatalogs umfasst 6,3 Millionen Euro und beinhaltet die Jahre 2019 bis 2022. Darin seien auch 500 000 Euro für das kommunale Förderprogramm für private Sanierungen eingerechnet, merkte der Bürgermeister an. "Der verbleibende Eigenanteil des Marktes Wiesau beträgt dafür jährlich 50 000 Euro."

Gastronomie im Bahnhof

Die Barrierefreiheit im Bahnhof ist Dutz ein dringendes Anliegen. Für die Attraktivität des Gebäudes sei es darüber hinaus enorm wichtig, wirtschaftliche Betriebe einzubinden. Damit verwies er auf die Idee, dort auch einen kleinen Gastronomiebetrieb zu verwirklichen. "Wir wissen, dass dies förderschädlich ist", sagte der Bürgermeister. "Dafür haben wir auch Einnahmen zu erwarten."

Rückblick der Fraktionen:

„Große und kleine Maßnahmen haben uns in diesem Jahr begleitet. Alles aber haben wir noch nicht erreicht“, zog Bürgermeister Toni Dutz Bilanz. Zufrieden könne man mit der wirtschaftlichen Entwicklung sein. „Sie ging auch an Wiesau nicht spurlos vorüber.“ Man sei bestrebt, auch weiterhin die Ortsentwicklung voranzutreiben. „Das muss uns die Heimat wert sein.“ Im zurückliegenden Jahr sei vieles bewegt worden, fügte CSU-Fraktionssprecher Michael Dutz hinzu. „Im Mittelpunkt stand der Nordgautag.“ Ein Aushängeschild sei der fertiggestellte Teil der Hauptstraße. „Wiesau öffnet sich als Logistikstandort“, erinnerte er auch an den Spatenstich am interkommunalen Gewerbegebiet. „Wir können zufrieden sein“, fasste SPD-Sprecher Georg Wurzer zusammen und freute sich, dass die geplante Kreditaufnahme noch in den Schubläden der Verwaltung liegt. „Die Einnahmen fließen.“ Gebaut werde an allen Ecken und Enden. „Die Maßnahmen erfordern nicht nur einen finanziellen, sondern auch einen personellen Aufwand“, dankte er den Mitarbeitern in der Verwaltung. Kurz fasste sich FW-Sprecher Thomas Streber: „Die Baustellen werden nicht weniger.“ Der Nordgautag habe Wiesau in der ganzen Region bekannt gemacht.

 
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