21.02.2021 - 11:06 Uhr
WiesauOberpfalz

Corona drängt Kart-Pilot Mikka Trapp aus der Erfolgsspur

„Hinter uns liegt ein ungewöhnliches Sportjahr“, bedauert Karl-Heinz Dietrich vom Motorsportclub Wiesau. Dietrich zeigt sich aber entschlossen und zuversichtlich für die neue Saison.

Auf dem Kart-Parcours ist Mikka Trapp (vorne mit der Startnummer 118) ganz in seinem Element.
von Werner RoblProfil

Für einen Lichtblick im Motorsportclub (MSC) Wiesau sorgt ein junger Mann aus Groschlattengrün: Mikka Trapp. Wie sein fast Vornamenskollege Mika Häkkinen hat sich auch er dem Rennsport verschrieben. Die Hoffnung im Kartsport aus den Reihen des MSC Wiesau feierte am vergangenen Donnerstag seinen elften Geburtstag. Im Gegensatz zum finnischen Rennfahrer, der die Rennställe bereits verlassen hat, ist der rund 40 Jahre jüngere Mikka Trapp aktiv ins Renn-Geschehen eingebunden.

„Mikka setzt die Reihe erfolgreicher Nachwuchssportler fort“, verweist Zweiter MSC-Vorsitzender Karl-Heinz Dietrich auf Kart-Pilot Mikka Trapp. Zugleich erinnert Dietrich an die jahrzehntelange Nachwuchs- und Förderarbeit beim MSC Wiesau. „Besonders freut mich, dass wir für Mikka eine sportliche Basis schaffen konnten, um sich weiterzuentwickeln“, unterstreicht Karl-Heinz Dietrich im weiteren Verlauf des Gesprächs mit Oberpfalz-Medien. Den Beweis für sein Talent muss Mikka Trapp längst nicht mehr liefern. Für Karl-Heinz Dietrich steht fest: „Mikka zählt zu den Jugendkart-Spitzenfahrern in seiner Altersklasse.“

Club-Sport-Miniklasse

Dietrich kann ein Thema aber nicht ausblenden: Corona. „Unter der Pandemie litt auch die zurückliegende Kart-Saison.“ Der Zweite Vorsitzende spricht von einer „gekürzten und deutlich abgespeckten Meisterschaft 2020“. Die vordersten Platzierungen des MSC-Nachwuchspiloten Mikka Trapp, der in der Club-Sport-Miniklasse seine Runden dreht, wirkten für den Wiesauer Verein aber wie ein dickes Trostpflaster. „Leider war es Mikka aber 2020 nicht vergönnt, auf der Erfolgsspur weiterzufahren“, bedauert Dietrich gegenüber Oberpfalz-Medien und erklärt den Grund dafür: „Die letzte für November geplante Veranstaltung fiel dem Rotstift zum Opfer.“ Das schlug sich natürlich auch in der Gesamtwertung nieder, bedauert der MSC-Sprecher.

Ausdauertraining

Statt des sonst üblichen Trainings stehen derzeit Fitness- und Ausdauertraining auf dem Einzelprogramm der MSC-Kart-Jugend. Dazu sagt Dietrich: „Damit wollen wir erreichen, dass die Fahrer wenigstens konditionell gut vorbereitet in die Saison starten können.“ Karl-Heinz Dietrich schiebt nach: „Falls die kommenden Rennen überhaupt stattfinden dürfen.“

Mit Blick auf den elfjährigen Nachwuchsfahrer Mikka Trapp unterstreicht das Vorstandsmitglied: „In dessen besonderen Fokus steht die bevorstehende Rotax-Max-Challenge Germany beziehungsweise die Clubsportserie.“ Laut Dietrich handelt es sich dabei um die weltweit größte Rennserie im Kart-Sport, die auf nationaler und internationaler Ebene in verschiedenen Klassen abgehalten wird. Weiter betont Karl-Heinz Dietrich: „Nach dem Motto 'nach der Saison ist vor der Saison' werden wir versuchen, dass wir den Konkurrenten auch weiterhin die Stirn bieten können.“ Nicht ohne Grund baut der MSC Wiesau – wie schon zuletzt – auch künftig auf die bei Insidern bekannte Marke Maranello, ebenso auf die Zusammenarbeit mit Nees-Racing in Alzenau. Nach Aussage Dietrichs traut auch der Alzenauer Teamchef Manuel Nees dem elfjährigen Mikka Trapp „einiges zu“.

„Der vielleicht mögliche Sprung in den Landeskader wäre für Mikka ein großer Erfolg.“

Karl-Heinz Dietrich

„Wir hoffen, dass die Kartbahnen, falls es Corona erlaubt, bald wieder freigegeben werden. Aktuell laufen bereits die Saison-Planungen“, informiert Dietrich gegenüber Oberpfalz-Medien. Laut seiner Auskunft wurde dank der Initiative des Serien-Organisators Meik Wagner (Camp Company) bereits ein (derzeit aber noch unverbindlicher) Terminkalender ausgearbeitet, um für den Saisonstart gerüstet zu sein. „Zurzeit laufen die Einschreibungen“, ergänzt Dietrich. „Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Kart-Rennen auch stattfinden können.“ Frühzeitig will man in Wiesau mit dem Training und den ersten Testrunden beginnen. Für die Vorbereitungen bestens geeignet seien nach Dietrichs Informationen die E-Arena im sächsischen Mülsen und das "Prokart Raceland" im oberpfälzischen Wackersdorf. Beide Bahnen sowie der Vogelsbergring in Wittgenborn (Hessen) und die Kartbahn in Kerpen (Nordrhein-Westfalen) seien auch Schauplätze der (derzeit aber nur geplanten) Veranstaltungen für die Rotax-Max-Challenge Germany 2021.

Nachwuchskonzept

An anderer Stelle informiert Karl-Heinz Dietrich: „Zurzeit arbeitet der Deutsche Motorsportbund zusammen mit den Dachverbänden an einem neuen Nachwuchskonzept.“ Nach Angaben des Zweiten MSC-Vorsitzenden sollen die danach beschlossenen Förderungen im kommenden Jahr an den Start gehen. Dietrich unterstreicht: „Der vielleicht mögliche Sprung in den Landeskader wäre für Mikka ein großer Erfolg.“

Karl-Heinz Dietrich fasst zusammen: „Die sportlichen Ziele erreichen, weitere Erfahrungen sammeln und jeweils einen Platz unter den ersten Drei bei der zu erwartenden starken Konkurrenz in der Rotax-Miniklasse: Das alles zusammen wäre ein weiterer Ansporn und ein verdient starker Erfolg für unseren Mikka.“ Dankbar sei man der Familie Trapp. „Das positive Signal, dass sie den MSC Wiesau auch weiterhin unterstützen will, ist für uns ein deutliches Zeichen des Vertrauens.“

Trotz Corona und der derzeitigen Widrigkeiten gehen Mikka Trapp (Bild) und der MSC Wiesau zuversichtlich in die kommende Saison.
Mikkas Ziel: ein Platz unter den ersten Drei.
Regelmäßig beteiligt sich der MSC Wiesau am Ferienprogramm, um mit einem Schnuppertraining für den Kart-Sport zu werben.
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