07.07.2020 - 14:09 Uhr
WiesauOberpfalz

CSU Wiesau verteidigt Ehrensold für Fritz Holm

"Ehre, wem Ehre gebührt", kommentiert die Wiesauer CSU den Marktratsbeschluss, Fritz Holm in Anerkennung seiner Verdienste als Zweiter Bürgermeister einen Ehrensold zukommen zu lassen.

Fritz Holm hat zum Ausklang seiner kommunalpolitischen Tätigkeit 2020 die Wiesauer Bürgermedaille in Gold erhalten.
von Externer BeitragProfil

"Jeder Freie Wähler, der sich in ähnlicher Weise für die Gemeinde eingebracht hätte, wäre ebenso mit dieser wertschätzenden Auszeichnung honoriert worden“, schreibt CSU-Fraktionssprecher Michael Dutz in einer Reaktion auf die Stellungnahme der FW-Markträte Franz Dürrschmidt und Manfred Vollath.

Die Freien Wähler begründen ihre ablehnende Haltung zum Ehrensold:

Wiesau

Laut dem kommunalen Wahlbeamtengesetz könne Ersten Bürgermeistern und weiteren Bürgermeistern ein freiwilliger Ehrensold gewährt werden, was die Gemeinde Wiesau durch mehrheitlichen Beschluss aufgrund der außergewöhnlichen Verdienste von Fritz Holm getan habe. "Dieses Vorgehen wurde in bayerischen Gemeinden schon mehrfach in dieser Form vollzogen", schreibt Dutz.

Nach 18 Jahren sei Fritz Holm zum 1. Mai 2020 als Zweiter Bürgermeisters ausgeschieden. 2014 sei er im Marktgemeinderat ohne Gegenkandidaten in diesem Amt bestätigt worden. "Jeder Wiesauer, der Fritz Holm kennt, weiß, in welcher außerordentlich engagierten Art und Weise er es fast zwei Jahrzehnte lang ausgeführt hat und sich persönlich für jeden Einzelnen einsetzt."

Der aktuelle Haushalt der Gemeinde Wiesau betrage rund 20 Millionen Euro. Der gewährte freiwillige Ehrensold von 300 Euro, der zu versteuern sei, entspreche somit einem Anteil von ca. 0,00017 Prozent. Dies sei Anlass für Franz Dürrschmidt und Manfred Vollath gewesen, im Gegensatz zu ihren beiden Kollegen der Freien Wähler, den Gesamthaushalt abzulehnen. "Dürrschmidt gibt absurderweise, ohne jegliche Wertschätzung der Lebensleistung, öffentlich zu bedenken, dass mit zunehmendem Lebensalter von Fritz Holm die Belastungen für die Gemeinde in unannehmbarem Maße steigen. Die Aufwandsentschädigung Holms bezeichnet er fälschlicherweise als Gehalt und den freiwilligen Ehrensold als Rente", fragt sich der CSU-Fraktionssprecher, ob die beiden FW-Räte wirklich sachlich argumentierten "oder die Diskussion vermutlich aus niederen parteipolitischen Beweggründen geführt wird".

Den Freien Wählern falle es anscheinend zunehmend schwerer, mit Sachthemen zu punkten, schreibt Michael Dutz: „Alleine diese Diskussion führen zu müssen, ist Herrn Holm gegenüber eine Blamage und ein öffentliches Armutszeugnis. Hoffentlich kehren wir bald wieder zu einer sachlichen Politik zum Wohle unserer Marktgemeinde zurück. Emotionsgeladene Schmähtiraden helfen uns nicht weiter.“

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