29.01.2021 - 11:39 Uhr
WiesauOberpfalz

CSU Wiesau wünscht weiteren Kreisverkehr

Den Verkehr an der Kreuzung Umgehungsstraße/Schönhaider Straße in Wiesau regelt seit den 1980er Jahren eine Ampelanlage. Das könnte sich aber ändern. Noch ist es nur ein Vorschlag: Die CSU möchte dort einen Kreisverkehr.

Die Ampelkreuzung Umgehungsstraße/Schönhaider Straße: Aus den Reihen der CSU kam jetzt die Anregung, hier einen Kreisverkehr entstehen zu lassen.
von Werner RoblProfil

Im Zuge des Baus der Umgehungsstraße entstand in den 1980er Jahren auch eine Ampelanlage. Doch es kam dort seither immer wieder zu Unfällen. Es krachte nicht nur in den Abend- und Nachtstunden, wenn die Anlage auf Blinkbetrieb umgestellt wurde. Schwere Unglücke ereigneten sich auch während des Tages bei Normal-Betrieb. Gute Erfahrungen habe man mit dem Kreisverkehr an der Friedenfelser Straße gemacht, verwies CSU-Marktrat und Zweiter Bürgermeister Michael Dutz am Donnerstagabend in der Sitzung des Gemeinderats auf den zweiten Kreuzungspunkt an der Umgehungsstraße. Seit der Entschärfung durch den Kreisel sei die Zahl der Unfälle an der ehemals neuralgischen Kreuzung spürbar zurückgegangen.

Noch sei es aber nur ein Vorschlag an die Verwaltung. „Ein gedanklicher Anstoß, sich die Sache einmal zu überlegen“, kommentierte CSU-Fraktionssprecher Michael Dutz die Anregung, die Fichtenschachter Lichtzeichenanlage an der Staatsstraße 2170 zurückzubauen. Als in seinen Augen sinnvolle Alternative machte sich Michael Dutz für die Alternativlösung Kreisverkehr stark.

„Die Lösung würde zweifellos auch die Anwohner freuen."

Bürgermeister Toni Dutz

Bei Rathauschef Toni Dutz rannte er damit offene Türen ein. Der Bürgermeister betonte: „Auch ich bin ein Befürworter der Kreisverkehr-Regelung.“ Um seine Aussage zu untermauern, erinnerte er an die Unfälle in Fichtenschacht. Viele davon und auch die Folgeschäden hätten vermieden werden können, unterstrich Toni Dutz. Für den Rückbau der vorhandenen Ampelanlage, um an gleicher Stelle einen Kreisverkehr entstehen zu lassen, sprach sich auch Thomas Weiß aus. Der Geschäftsleiter im Rathaus gab zu bedenken: „Nahezu permanent rollender Verkehr verursacht deutlich weniger Lärm als das Anhalten und Anfahren.“ Weiß verwies auf den sich regelmäßig bildenden Verkehrsrückstau an der Ampelkreuzung. Man könne davon ausgehen, dass sich dieses Problem auf ein Minimum reduzieren würde, schob Weiß nach. Erneut klinkte sich Bürgermeister Toni Dutz ein: „Die Lösung würde zweifellos auch die Anwohner freuen. Man befreit sie von der permanenten Belastung.“

„Es ist wohl jedem klar, dass der Neubau eines Kreisverkehrs viel Geld kostet“, sagte Toni Dutz an anderer Stelle. „Viel kostet aber auch der Unterhalt einer permanent eingeschalteten Ampelanlage“, mahnte der Bürgermeister. Konkreter wollten sich der Rathauschef und der Geschäftsleiter noch nicht äußern. Dutz: „Das muss man prüfen.“ Auch über die Gestaltung der Fläche müsse man sich einigen. Über den Vorschlag der Christsozialen mussten die Markträte am Donnerstag nicht entscheiden. Toni Dutz versicherte, dass man sich um ein klärendes Gespräch mit Vertretern des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach, gegebenenfalls auch mit anderen zuständigen Behörden, bemühen werde, um die Möglichkeiten und die Vorgehensweise hin zu einer alternativen Verkehrsregelung auszuloten.

Die Ausweitung des Sanierungsgebiets auf Fichtenschacht beschäftigte die Wiesauer Gemeinderäte in der zurückliegenden Sitzung

Wiesau

 

 

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