18.06.2021 - 11:35 Uhr
WiesauOberpfalz

Fehlgeleitete Lastwagen in Wiesau sorgen für Unmut bei Anliegern

In der Sitzung des Marktgemeinderates Wiesau machte Markus Schäffler auf ein Lkw-Problem aufmerksam. Davon betroffen: Andreas-Thoma-Straße und Roteckerweg. Zudem befasste sich das Gremium mit einer Fülle an Zahlen.

Fehlgeleitete Lastwagen sorgen in der Andreas-Thoma-Straße (Bild) für Probleme. Im westlichen Auslauf der Straße - in einer 90-Grand-Kurve - schließt sich der Roteckerweg (links) an. Da wird es eng.
von Werner RoblProfil

FW-Marktrat Markus Schäffler klagte in der jüngsten Gemeinderatssitzung über zunehmenden Lkw-Verkehr in der Andreas-Thoma-Straße/Ecke Roteckerweg. Als Lösungsvorschlag empfahl der Gemeinderat der Freien Wähler die Anbringung von – so wörtlich - „adäquaten Verbotsschildern zur Beschränkung von Lkws bis 7,5 Tonnen“.

Laut Markus Schäffler kam der Hinweis von betroffenen Anliegern an der 90-Grad-Kurve. Hier sei ein Abbiegen für lange Lastwagen sehr problematisch. Die Weiterfahrt sei nur mit Mühe und Rangieren möglich. Dazu Schäffler in der Sitzung: „Einer Anwohnerin wurde vor einem halben Jahr der Jägerzaun beschädigt. Die Reparaturkosten bewegten sich in vierstelliger Höhe.“ Der Fahrerflucht-Schaden wurde – so Schäffler - von der Polizei aufgenommen. Der Verursacher konnte jedoch nicht ermittelt werden.

Im Gespräch mit Oberpfalz-Medien – wenige Tage nach der Sitzung – verdeutlichte Schäffler die Situation auch anhand von Fotos. „Natürlich muss eine Ausnahmegenehmigung für Ver- und Entsorgungsfahrzeuge gelten“, stellte Schäffler klar. Mit Blick auf die in diesem Jahr beginnenden Bauarbeiten für den neuen Kindergarten sprach sich Schäffler auch für eine Lösung für die Baustellen- und Anlieferfahrzeuge aus. Laut seinen Information habe eine ortsansässige Firma bereits entschärfende Maßnahmen ergriffen: „Dabei handelt es sich um Hinweise an die vertraglichen Frachtunternehmen, um auf die richtige Adresse 'Gewerbepark Egerstraße' hinzuweisen." Zudem habe man auch ein „Schilder-Richtungskonzept“ erarbeitet, um auf die Gemeindestraße „Gewerbepark Egerstraße“ hinzuführen.

Im Klaren ist sich Schäffler jedoch, dass man die Durchfahrt an der Andreas-Thoma-Straße/Roteckerweg damit nicht verhindern könne. Der Marktrat der Freien Wähler begründet die Problematik zum einen mit der Tatsache, dass Warenanlieferungen und -abholungen auch durch Subunternehmer der beauftragten Speditionen erfolgen. „Offenbar wird die korrekte Anlieferadresse nicht richtig an deren Fahrer weitergegeben. Zudem vertrauen viele blind auf ihr Navigationssystem, das die kürzeste Route durch die Wohnstraßen angibt."

„Die Straße durch Triebendorf und der neue Kinderspielplatz haben Priorität, erklärte Bürgermeister Toni Dutz in der Gemeinderatssitzung auf Anfrage von CSU-Marktrat Martin Hecht. Der Triebendorfer Dorfsprecher war mit der Antwort zufrieden. „Ich werde die Information an die Dorfgemeinschaft weitergeben“, kommentierte Hecht die Aussage des Bürgermeisters.

Jahresrechnung 2019

Die fertiggestellte Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2019 wurde der Rechnungsprüfung bereits vor rund sechs Wochen zur Einsicht vorgelegt. Über das im Protokoll vom 4. Mai festgehaltene Prüfungsergebnis und die Inhalte des Zahlenwerks informierte Vorsitzender André Putzlocher in der aktuellen Marktratssitzung: „Es wurden keine Beanstandungen festgestellt“, fasste der CSU-Gemeinderat und Dritte Bürgermeister zusammen. Gemäß Artikel 102, Absatz 3, der Gemeindeordnung war der Marktrat aufgefordert, die Entlastung zu erteilen. Diese bildet den förmlichen Abschluss des Rechnungslegungsverfahrens. Für die Entlastung votierten die Räte einstimmig.

Das Haushaltsjahr 2019 schließt mit einer Einnahmen-Gesamtsumme in Höhe von 11.277.969,19 Euro (Verwaltungshaushalt 8.240.996,53 Euro und Vermögenshaushalt 3.036.972,66 Euro). Die Gesamtausgaben belaufen sich laut der Berechnung auf 10.388.708,37 Euro (Verwaltungshaushalt 8.110.549,13 Euro und Vermögenshaushalt 2.278.159,24 Euro).

Haushalt 2021

Der Ende April vorgestellte und vom Gemeinderat einstimmig genehmigte Haushalt 2021 über rund 20,4 Millionen Euro wurde inzwischen von der Rechtsaufsicht des Landratsamtes behandelt. Die erforderliche Genehmigung, um das Zahlenwerk auf den Weg zu bringen, erreichte die Gemeindeverwaltung am 17. Mai. Zusammenfassend schreibt das Landratsamt: „Die Haushaltssatzung enthält keine genehmigungspflichtigen Bestandteile.“

Rechtsaufsichtlich genehmigt wurde auch der Gesamtbetrag der Kredite in Höhe von 429.800 Euro. Derzeit seien die (möglichen) Darlehen – so die Kreisverwaltungsbehörde in ihrem Schreiben – mit der dauernden finanziellen Leistungsfähigkeit des Marktes Wiesau zu vereinbaren. Von der Kreditermächtigung sollte aber nur im „unbedingt notwendigen Maß“ Gebrauch gemacht werden, empfiehlt das Landratsamt in seiner Stellungnahme, die den Markträten zur Kenntnis vorgelegt wurde. Zur Erlangung der Rechtswirksamkeit muss der Haushalt aber noch öffentlich bekanntgemacht werden.

Hier ein weiterer Bericht zur Gemeinderatssitzung in Wiesau

Wiesau

„Einer Anwohnerin wurde vor einem halben Jahr der Jägerzaun beschädigt."

FW-Marktrat Markus Schäffler

 

 

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