24.02.2020 - 18:17 Uhr
WiesauOberpfalz

Gaudiwurm Wiesau trotzt schlechtem Wetter

„Wiesau Helau“ schallte es unüberhörbar durch die Straßen. Trotz einsetzenden Regens lockte der Rosenmontags-Gaudiwurm viele Besucher an. Gefeiert wurde danach mit einer „After-Faschingszug-Party“ am Marktplatz.

von Werner RoblProfil

Angeführt wurde der 17. Faschingszug von der Feuerwehr und Martin Hecht, genannt „Hummel“, der in seinem fahrbaren Untersatz von einem Cabrio gefolgt wurde. Durch den Ort chauffiert wurde das amtierende Bürgermeister-Duo. Man sei der Toni und die Vroni, riefen sie aus dem offenen Wagen heraus. Toni Dutz hatte sich einen Trachtenhut aufgesetzt, Fritz Holm, als fesches Mädel verkleidet und eine Zopfperücke übergestülpt. Danach folgte das Kinder-Prinzen-Duo Amelie I. und Jonas V. und im weiß-blauen Prinzenwagen stellten sich die Hoheiten Theresa I. und Jonas I. vor.

Den Hauptpart aber übernahmen die bunten Kostüme der Fußgruppen und Gardemädchen sowie der Akteure auf den Motivwägen. Mit einem fernöstlichen Gruß erinnerte „Gaudipower“ aus Mitterteich an das Kaiserreich in Japan und den deutlich größeren Nachbarn China. Beim Faschingszug stellten sich auch die Freien Wähler und ihre Zugpferde vor. Dem Thema Zoigl widmete sich die Junge Union aus Wiesau, die von ihrem „Prunkwagen“ herab grüßte und wie viele andere auch die Zuschauer beschenkte.

Zum „Rahmenprogramm“ gehörten auch die alle Jahre plötzlich auftauchenden Spendensammler, die durch die Zuschauerreihen huschten. Dauergäste sind stets auch die Vertreter der Hofstaaten und Prinzenpaare aus den Stiftländer und benachbarten Faschings-Hochburgen. Der Landkreis Neustadt schickte ein gut gelauntes Vertreterteam aus Eschenbach nach Wiesau.

Das farbenfrohe Bild ergänzten die zahlreich maskierten Zuschauer, die sich an der Eger-, Haupt- und Bahnhofstraße ein gutes Plätzchen gesichert hatten. Sie verfolgten den Faschingszug aus nächster Nähe, um ihn mit fröhlichen Rufen „Wiesau Helau“ zu unterstützen.

Lokale Themen und Seitenhiebe waren kaum vertreten. Mit Blick auf den laufenden Wahlkampf wurde „frischer Wind für Wiesau“ und als Lebenselexier viel Freibier versprochen, das auch fleißig verteilt wurde. „Ist’s a kind of Maggie“ lautete diesmal das Faschings-Motto in Wiesau. Die mit Magie angereicherte Suppenwürze spielte aber nur eine ganz kleine Rolle beim Umzug, der am Sportzentrum seinen Anfang nahm und mit einer Ehrenrunde am Marktplatz sein Ende fand. Vorgestellt wurden die Teilnehmer vom Präsidenten der Wiesauer Faschingsgesellschaft „Weiß-Blau“, Helmut Gleißner. Aufgebaut hatte sich auch der gesamte Hofstaat, um gesehen zu werden.

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Weiden in der Oberpfalz

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