30.10.2019 - 15:53 Uhr
WiesauOberpfalz

Gedenken an Opfer aus Polen

Beim Zugunglück, das sich vor 75 Jahren bei Wiesau ereignete, fanden auch 27 Polen den Tod. Erneut rückte der Unglücksort durch den Besuch des polnischen Vizekonsuls in den Mittelpunkt.

Der polnische Vizekonsul Michal Madaj (Zweiter von links) legte am Mittwoch an der Gedenkstätte für die Opfer des Zugunglücks vor 75 Jahren ein Blumengebinde nieder und entzündete zwei Kerzen. Mit im Bild (von rechts) Harald Fähnrich und Bürgermeister Toni Dutz sowie Adalbert Busl.
von Werner RoblProfil

Als im Mai 2019 ein Mahnmal enthüllt wurde, war auch der polnische Vizekonsul Michal Madaj vor Ort. Am Mittwoch reiste er erneut an, um mit Bürgermeister Toni Dutz, Adalbert Busl und Harald Fähnrich ein Blumengesteck niederzulegen. Mitgebracht hatte Madaj auch zwei Kerzen in den polnischen Landesfarben, um im stillen Gebet der Opfer zu gedenken.

"Den Besuch an der Gedenkstätte zu Allerheiligen wollen wir zur Tradition werden lassen", versprach Madaj. "Bereits seit Jahren besuchen wir die uns bekannten Orte, an denen durch die Gewalt der Nationalsozialisten Landsleute ihr Leben ließen." Geplant sei auch ein vom polnischen Ministerium für Kultur und nationales Erbe unterstütztes Projekt, um vor Ort eine Gedenktafel mit den Namen der Toten zu schaffen. Toni Dutz versprach, die Transportliste zur Verfügung zu stellen: "Wiesau wird das Vorhaben unterstützen."

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