27.07.2020 - 13:17 Uhr
WiesauOberpfalz

Gemeinsam staunen und forschen

Für die Wiesauer Grundschule gab es eine – wenn auch schon erwartete – Überraschung. „Wir sind wieder Miniphänomenta-Schule. Das muss gefeiert werden“, freute sich Rektorin Inge Dick über die Folgeauszeichnung.

von Werner RoblProfil

Noch waren die Exponate verhüllt. Den Ehrengästen beim Festakt – darunter die Schüler und einige Eltern, zudem Vertreter aus der Grund- und Mittelschule, Schulamtsdirektor Rudi Kunz, die Bürgermeister aus Wiesau, Falkenberg, Friedenfels und Fuchsmühl – wurde noch nicht verraten, was sich unter den hellroten Tüchern verbarg. Vorangegangen war eine Bewerbung zur Rezertifizierung als Miniphänomenta-Schule. Die Schulleiterin sprach von einem Erfolg und einem besonderen Tag für die Grundschule. Inge Dick: „Unser Engagement wurde erneut gewürdigt. Wir dürfen uns – nach 2017 – auch weiterhin als Miniphänomenta-Schule bezeichnen.“

Für Technik begeistern

Ziel sei es, die Kinder für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Dick erinnerte auch an die Anfänge, die der damalige Schulleiter Adalbert Busl und Konrektorin Anna Merzinger 2007 angestoßen hatten. „Die Kinder beobachteten, schauten genau hin, kommunizierten und suchten nach Erklärungen“, beschrieb Dick die Entwicklung der „prozessbezogenen Komponenten“. „Wir bewiesen, dass wir die Erwachsenen von morgen auf das Leben vorbereiten können, um damit einen Grundstock zu legen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken."

An der Wiesauer Grundschule gibt es eine „Lese-AG“

Wiesau

„Auch ich bin stolz, dass die Rezertifizierung erreicht wurde“, lobte Bürgermeister Toni Dutz (auch in seiner Eigenschaft als stellvertretender Landrat) die erbrachten Leistungen. Der Rathauschef sprach auch im Namen seiner Kollegen Matthias Grundler (Falkenberg), Oskar Schuster (Friedenfels) und Wolfgang Braun (Fuchsmühl).

Schulamtsdirektor Rudi Kunz zitierte Albert Einstein: „Ich habe keine besondere Begabung. Ich bin einfach nur neugierig.“ Der Sprecher bekannte: „Wir sind froh darüber, dass die Grundschulen Wiesau, Falkenberg und Friedenfels erfolgreich mitgemacht haben. Ich gratuliere.“

Die Ernennungsurkunde hatte Philipp Schwarz (Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft) mitgebracht. „Miniphänomenta ist Lernen und Forschen zugleich.“ Forschen bedeute, sich einem Problem anzunehmen, um es erklären zu können. „An dieser Schule wurde das Engagement der Lehrer und Schüler erkannt und umgesetzt. Es ist mir eine Ehre, die Auszeichnung übergeben zu dürfen.“

Hintergrund:

Naturwissenschaft und Technik auf spielerische Weise erfahren

Die bereits vorhandenen Stationen ergänzten die Schüler mit sechs weiteren Experimentier-Bereichen. Nach dem Festakt wurden sie enthüllt und von den Kindern vorgestellt. Dazu gehören eine Kerzenflamme, die in einem geschlossenen Glas erlischt, weil der Sauerstoff zur Neige geht. Nur wenige Schritte entfernt erklärten die Schüler, wie man eine Stimmgabel als Wasserspritze verwenden kann, wenn man sie zum Schwingen bringt, sie kurz ins Wasser taucht und rasch wieder herausnimmt. Süßstoff löst sich in warmen Flüssigkeiten schneller auf als in kalten, verriet ein weiteres Team. Erklärt wurde auch, wie man ein Glas zum Singen bringt, wenn man es behutsam streichelt. „Klebeluft“ benannten die Buben und Mädchen ihre Experimentier-Station, bei der eine Platte angesaugt wird. Ein überlanges Telefon wurde am Gang als Beitrag zur Akustik von Rektorin Inge Dick und zwei Buben ausprobiert.

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