Wiesau
16.05.2019 - 10:28 Uhr

Gut versorgt alt werden

Wo Wiesau steht und welche Angebote fehlen, hat die Gemeinde zusammen mit einem Weidener Architekturbüro erstmals systematisch in einem "Seniorenpolitischen Gesamtkonzept" untersucht. Nun macht man sich an die Fortschreibung.

Den Entwurf des "Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts" stellten Dr. Emil Lehner und Bürgermeister Toni Dutz vor. Von links: Geschäftsleiter Thomas Weiß, Toni Dutz, Seniorenbeauftragte Irmgard Hegen, Ulrike Geyer-Rosenthal, Emil Lehner, Walter Thoma. Bild: wro
Den Entwurf des "Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts" stellten Dr. Emil Lehner und Bürgermeister Toni Dutz vor. Von links: Geschäftsleiter Thomas Weiß, Toni Dutz, Seniorenbeauftragte Irmgard Hegen, Ulrike Geyer-Rosenthal, Emil Lehner, Walter Thoma.

Dabei handelt es sich um ein vom Bayerischen Sozialministerium gestartetes Pilotprojekt, für dessen Durchführung der Markt Wiesau ausgewählt wurde. Als ein wesentliches Ziel der Arbeit bezeichnete Bürgermeister Toni Dutz, den Ort auch für ältere Menschen als attraktiven Lebensraum zu gestalten. „Nachdem das mit dem Weidener Architekturbüro SHL bereits vor Monaten erarbeitete Konzept einen gewissen Stand erreicht hat, wollen wir dazu auch die Meinung der Bürger einholen“, informierte Dutz. Das Treffen mit den Bürgern über 60 Jahre findet am Samstag, 18. Mai, um 13.30 Uhr im Sportzentrum statt. „Wir freuen uns auf die Beiträge und Ideen“, verwies Dutz auf die inzwischen verschickten Einladungen. Bürgermeister Dutz ergänzte: „Wer über keine Fahrgelegenheit verfügt, darf sich im Rathaus melden.“

Bei einem Vorgespräch im Rathaus wurden die wichtigsten Eckdaten abgestimmt. Beteiligt waren - neben Bürgermeister Toni Dutz - Dr. Emil Lehner, als Verantwortlicher des Stadtplanerbüros, Geschäftsleiter Thomas Weiß, Seniorenbeauftragte Irmgard Hegen, Ulrike Geyer-Rosenthal und Walter Thoma als Vertreter der älteren Mitbürger Wiesaus. „Orts- und Bevölkerungsentwicklung lassen sich nicht trennen“, fasste der Rathauschef den 46-seitigen Gesamtentwurf zusammen. Klar wurde: In Wiesau wird das Rad nicht neu erfunden. „Vorhandenes wird weiterentwickelt oder gegebenenfalls ergänzt“, versprach Geschäftsleiter Thomas Weiß. Als einen wichtigen „Förderbaustein“ bezeichnete er das „Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept“ - kurz „ISEK“ genannt.

Dazu äußerte sich auch Bürgermeister Toni Dutz, der hier von einem „guten Ansatz“ sprach. „Aufgabe ist es, uns gezielt für die Zukunft aufzustellen.“ Die Menschen würden immer älter, die Familienverbindungen seien im Wandel begriffen, fügte er hinzu. Gefordert sei man in vielen Bereichen, angefangen bei den Familien, Kindergärten über die Schulen bis zu den Seniorenpflegeheimen. Dutz betonte: „Die Menschen müssen das Gefühl bekommen, dass sie ernst genommen werden und einen Ansprechpartner finden.“

Städteplaner Emil Lehner ergänzte: „Wir möchten den älteren Mitbürgern damit auch das Angebot unterbreiten, an der Ortsgestaltung aktiv mitzuwirken. Zudem wollen wir auch das Gefühl vermitteln, dass man ein offenes Ohr für sie hat.“ Mit Blick auf den bevorstehenden Termin am Samstagnachmittag im Sportzentrum schloss Lehner: „Wiesau ist gut aufgestellt. Wir glauben, dass beim gemeinsamen Gespräch, konkrete Projekte entstehen werden.“

Hintergrund:

Das bereits ausgearbeitete Gesamtkonzept, in dessen Mittelpunkt die älteren Wiesauer Bürger stehen, beinhaltet auch den aktuellen Stand. Dabei wurden die einzelnen im Ort vorhandenen Wohnformen beleuchtet. Zudem widmete sich das Weidener Architekturbüro SHL auch der ärztlichen Versorgung. Wesentliche Aspekte waren außerdem die Mobilität und die Teilhabe am sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und bürgerschaftlichen Leben. Ins Blickfeld zogen die Fachleute zudem die Angebote für bestimmte Zielgruppen. „Im Sportzentrum werden wir uns den Themen im Einzelnen widmen“, versprach Bürgermeister Toni Dutz mit Blick auf den inzwischen fertigen Fragenkatalog, den man mit den Senioren, deren Anregungen ernst genommen würden, gemeinsam abarbeiten wird. (wro)

 
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