18.06.2020 - 11:44 Uhr
WiesauOberpfalz

Jugend des MSC Wiesau darf wieder Gas geben

Vieles hat sich während der Corona-Pandemie geändert, bedauern die Verantwortlichen beim Motorsportclub Wiesau. Lange Zeit ging gar nichts mehr. Inzwischen aber läuft wenigstens wieder der Trainingsbetrieb.

Neueinsteigerin Anna Koller bereitet sich auf die Trainingsrunde vor. Letzte Anweisungen geben die Betreuer Andreas Sirtl (rechts) und Jugendleiter Johannes Jäger (links).
von Werner RoblProfil

Über die aktuelle Lage beim MSC Wiesau informiert Zweiter Vorsitzender Karl-Heinz Dietrich im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. Der begeisterte Motorsportler ist auch für die Technik der Fahrzeuge zuständig. Dietrich hat zudem ein Herz für den Nachwuchs im Verein, um den er sich zusammen mit Jugendleiter Johannes Jäger auch noch kümmert. Unterstützt wird das Duo von Andi Sirtl.

Die Corona-Pandemie hat vieles im Motorsportclub ausgebremst. „In den letzten Wochen konnten wir nichts von dem, was geplant war, durchführen“, klagt Dietrich über die Lähmung, von der auch der Trainingsbetrieb betroffen war: „Die Saison hatte kaum begonnen, da mussten wir sie auch schon wieder absagen. Dabei war die Jugend-Kart-Gruppe voller Zuversicht in das neue Jahr gestartet“, erklärt Dietrich und wirft einen Blick in den leer gewordenen Terminplan, in dem unter anderem zunächst ein Lauf am 1. Mai eingetragen war. Eine Woche später wollte man sich zur Monatsversammlung treffen.

Dicke Fragezeichen

Bereits beschlossene Sache war der Cross-Slalom am 17. Mai, den man, genauso wie das 30. Oldtimer-Treffen am 5. Juli, wieder streichen musste. Darüber hinaus freute man sich auf viele weitere Events, die aber alle nicht stattfinden werden. Unter anderem hatte man der Jugend einen Besuch der Kartbahn in Wackersdorf versprochen, im Sommer auch ein Ferienlager in Amberg. Dicke Fragezeichen stehen noch beim geplanten Ferienprogramm der Gemeinde und beim Fahrradturnier in der Grundschule.

„Wir hoffen, dass die Krise bald überstanden ist, und dass endlich wieder Normalität einkehrt“, sagt Karl-Heinz Dietrich. Sorgenfalten bleiben. Aber vor einigen Tagen zeichnete sich ein kleiner Lichtstreif am Horizont ab: Und so drehen inzwischen die Kart-Jugend und die 270er-Gruppe – unter Einhaltung der Hygiene- und Schutzregeln - bereits wieder einige Übungsrunden. Die Erlaubnis, am Berufsschulgelände in Wiesau zu trainieren, erteilten die Bayerische Staatsregierung und die dafür zuständigen Behörden vor wenigen Tagen.

Wir hoffen, dass die Krise bald überstanden ist.

Karl-Heinz Dietrich

Damit das möglich wurde, erarbeiteten Jugendleiter Johannes Jäger und Zweiter Vorsitzender Karl-Heinz Dietrich ein Hygiene- und Sicherheitskonzept, das bei den dafür zuständigen Behörden zur Genehmigung eingereicht wurde. Ergänzend dazu stellte der Bayerische Landessportverband Trainings-Richtlinien zur Verfügung. Darin, so Dietrich, sei ersichtlich, dass der Kart-Sport zu den erlaubten Sportarten gehöre, sprich ein Trainingsbetrieb erlaubt sei. „Selbstverständlich werden wir uns streng an die Richtlinien halten", verspricht Dietrich.

„Für dieses Jahr wurden zwar alle Läufe und Meisterschaften abgesagt, aber wir wollen den Jugendlichen die Möglichkeit schaffen, weiter in Form und fit zu bleiben“, erläutert der Zweite Vorsitzende Karl-Heinz Dietrich die Ziele des wieder aufgenommenen Trainingsbetriebs. Es gelte, die Rückstände wenigstens einigermaßen auszugleichen. Wie Dietrich anklingen lässt, wurde das Angebot, an einigen Samstagen zu üben, von den Jugendlichen und deren Eltern sehr begrüßt. Davon sollen auch die Neuzugänge profitieren.

Sportlich messen

„Niemand kann voraussagen, wie es 2021 weitergeht“, sagt Zweiter Vorsitzender Karl-Heinz Dietrich. Über die Frage, ob beziehungsweise wann wieder Läufe oder Meisterschaften stattfinden können, werde man zu gegebener Zeit entscheiden. „Wir hoffen natürlich, dass das Virus irgendwann verschwindet und dass es wieder Veranstaltungen gibt, damit wir uns mit anderen Vereinen sportlich messen können“, fasst Dietrich zusammen.

„Derzeit sind wir aber froh, dass wir trainieren können. Dank schulden wir auch der Marktgemeinde Wiesau, die uns stets unterstützt“, ergänzt Dietrich.

Beim Training gelten Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Im Bild: Andreas Sirtl (links) im Gespräch mit Nachwuchsfahrer Jonas Kneißl, der sich auf seine Runden vorbereitet.

Bei der Weihnachtsfeier ehrte der MSC Wiesau erfolgreiche Mitglieder

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