30.07.2019 - 13:38 Uhr
WiesauOberpfalz

Kinder erfahren, wie Bauern gesunde Lebensmittel erzeugen

„Sommer - Erlebnis - Bauernhof“ lautete das Motto beim Besuch interessierter Schüler auf dem Milchviehbetrieb Zintl in Kleinbüchlberg.

Lehrreicher Besuch: Das Bild zeigt von links Christiana Enslein vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Tirschenreuth, Irmgard Zintl, Lehrerin Gabriele Vollath sowie rechts Lehrer Stefan Mühlbauer mit den Kindern der Klassen 4a und 4b der Grundschule Wiesau.
von Externer BeitragProfil

Zwei vierte Klassen der Grundschule Wiesau nahmen am Lernprogramm Erlebnisbauernhof des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bei der Familie Zintl in Kleinbüchlberg teil. Ziel beim Themenschwerpunkt Milchwirtschaft und Landwirtschaft ist es, Kindern auch auf dem Land das Wissen über die Produktion von gesunden Lebensmitteln aufzuzeigen.

Irmgard Zintl, Erlebnisbäuerin seit Beginn dieser Kampagne, begrüßte die beiden Klassen mit Lehrerin Gabriele Vollath und Lehrer Stefan Mühlbauer auf ihrem Milchviehbetrieb. Nach einer kurzen Einweisung über Verhaltensregeln auf einem Bauernhof erklärte Irmgard Zintl die verschiedenen Getreidearten und deren Verwendung.

Beim Eingang zum Stall befand sich der „Kälberkindergarten“, der besonders von den zahlreichen Mädchen umlagert wurde. Hier fütterten sie den kleinen Kälbchen frisches Heu. Diese dankten es ihnen mit einem feuchten Ablecken ihrer kleinen Hände. Auch ein Hasenstall begeisterte die Kinder.

Weiter ging es mit einer Gruppe in den Stall, wo der Melkstand genauer unter die Lupe genommen wurde. Dort erklärte die Bäuerin, wie die automatische Melkzeugabnahme funktioniert, welche Werte an den kleinen eingebauten Computern ausgelesen werden können oder auch, dass die Milchleistung jeder der 80 Kühe überwacht werden kann. Die Melkzeit pro Kuh betrage etwa zehn Minuten.

Die Bäuerin zeigte genau den Weg der Milch auf, und dass zweimal am Tag und sieben Tage die Woche die Kühe gemolken werden müssen. Bezugnehmend zum Heimat- und Sachkundeunterricht erfragte die Landwirtin auch die tägliche Futterration einer Kuh und auch den Wasserbedarf besonders bei hohen Temperaturen. So erfuhren die Kinder, dass eine Kuh etwa 50 Kilogramm Heu und Silage sowie Kraftfutter benötigt und etwa 100 Liter Wasser braucht, um täglich Milch zu geben.

Die andere Gruppe übernahm Sohn Johannes Zintl, der viel Interessantes zur hofeigenen Biogasanlage wusste und auch über die Stromerzeugung und den Technikraum informierte. Nach dem Gruppentausch wurden die Hände gewaschen und es ging auf zur schön hergerichteten Garage, wo Rahm zu Butter geschüttelt wurde. Die konnten die Kinder gleich auf duftendes Bauernbrot streichen und mit Radieschen, Schnittlauch oder Marmelade verzehren. Auch Vollmilch gab es für die Kinder zu trinken.

Unterstützt wurde die Erlebnisbäuerin, die auch Kreisbäuerin ist, von ihrer Schwiegertochter Katharina. Zum Abschluss konnten sich die Kinder im Wettmelken am Gummieuter testen. Das Highlight dieses interessanten Vormittags war sicherlich das Heuhüpfen. Freudestrahlend bedankten sich die Schüler mit einem kleinen Geschenk bei der Bäuerin, bevor es mit dem Bus wieder zurück zur Schule ging.

Weitere Informationen zum Programm Erlebnisbauernhof gibt es bei Christiana Enslein am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Tirschenreuth unter der Telefonnummer 09631/7988-133 oder E-Mail christiana.enslein[at]aelf-ti.bayern[dot]de.

Kälbchen füttern.
Schüler beim Füttern der Hasen.

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