(wro) Als "Maßnahmen, die das Miteinander der Generationen erleichtern sollen", bezeichnete Bürgermeister Toni Dutz den Durchführungsbeschluss "Seniorenpolitisches Gesamtkonzept". Die Bandbreite sei weit offen, betonte auch Geschäftsführer Thomas Weiß, der zusammen mit Bürgermeister Toni Dutz das seniorengerechte Wohnen und - unter dem Stichwort "Fahrt ins Sibyllenbad" - Beispiele, die im Ort inzwischen bekannt sind, anklingen ließ. Mehr noch sei aber künftig geplant, war in der Sitzung zu hören.
Zuschuss gedeckelt
Bereits in einer der Frühjahrssitzungen wurde den Markträten mitgeteilt, dass sich die Kommune für das geförderte Gesamtprogramm als künftige seniorenfreundliche Gemeinde beworben habe und zwischenzeitlich auch dafür ausgewählt worden war. Ein erstes Treffen mit Vertretern der Arbeitsgruppe für Sozialpflege und Altersforschung habe bereits stattgefunden, so der Bürgermeister über das Modellvorhaben. Es werde von einem Ingenieurbüro und von Fachleuten in München unterstützt. Die Förderung liege bei 90 Prozent; die Summe sei aber gedeckelt - auf 5000 Euro für das laufende und auf die doppelte Fördersumme im kommenden Jahr. "Es gibt durchaus Betätigungsfelder, in denen wir noch mehr tun können", so der Bürgermeister. Einstimmig auf den Weg gebracht wurde die 27. Änderung des Bebauungsplanes "Nördlich Marktplatz". Davon betroffen seien die noch freien Parzellen 4 bis 15. Inzwischen sei dafür bereits eine Bauvoranfrage eingegangen, informierte der Vorsitzende und bedauerte zugleich, dass diese vom Landratsamt zurückgewiesen wurde. Grund dafür war die "offene" statt der (im Bebauungsplan) festgesetzten "geschlossenen" Bauweise im Bauplan.
"Mit dem heutigen Beschluss wollen wir allen, die bauen wollen, die Planung erleichtern", kommentierte Dutz das Entgegenkommen der Gemeinde bzw. den schließlich einstimmigen Änderungsbeschluss für eine offene Bauweise auf den noch freien Parzellen.
"Mobiler Dorfladen"
Kürzlich wurde der "Mobile Dorfladen" vorgestellt - das Fahrzeug für das künftige "Digitale Dorf" der Steinwald-Allianz. Bürgermeister Dutz informierte über die bereits festgelegten Touren, an denen mittwochs und samstags auch Triebendorf, Kornthan und Schönhaid angefahren werden. "Das kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein", bemängelte Freier Wähler Franz Dürrschmidt das Samstagsangebot an Backwaren, bei dem Dürrschmidt den "Ruin" der Schönhaider Bäckerei fürchtete. Davon betroffen seien aber auch andere Bäckereien, die mit ihren Fahrzeugen, bestückt mit Backwaren, die umliegenden Orte seit langem anfahren, fügte er kritisch hinzu. "Das war nicht unsere Absicht", ergänzte Bürgermeister Toni Dutz Dürrschmidts Anliegen zustimmend. Dutz schlug zugleich vor, die Backwaren gegebenenfalls aus dem Warensortiment herauszunehmen oder auf den Mittwoch zu beschränken. "Wir werden das korrigieren müssen." Von einem "Nachjustieren" sprach auch Geschäftsführer Thomas Weiß, der dem Wiesauer in der Sache "Samstags-Backwaren für Schönhaid" durchaus recht geben musste.
Unzufrieden war das Gremium mit dem Zustand der Ottobad-Straße nach dem "Versuch" einer Teilsanierung der Oberfläche statt eines Straßen-Vollausbaus. Das Ergebnis sei nicht wie erhofft, hieß es. Auch nach den Nachbesserungsarbeiten, die die Tiefbaufirma inzwischen beendet hat, bleiben Beschwerden über den mangelhaften Fahrbahnzustand nicht aus. Bürgermeister Toni Dutz erinnerte daran, dass der kostensparende Versuch seinerzeit vereinbart worden sei.














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