30.04.2020 - 07:27 Uhr
WiesauOberpfalz

Lkw fährt in Stauende - Unfall auf der A93 bei Wiesau

Die Aufräumarbeiten an der einen Unfallstelle waren noch nicht abgeschlossen, da ereignete sich auf der A93 zwischen Mitterteich Süd und Wiesau der nächste Unfall. Ein Lkw-Fahrer musste aus seinem Fahrzeug befreit werden.

von Martin Maier Kontakt Profil

Dauereinsatz für die Rettungskräfte auf der Autobahn A93 bei Wiesau: Keine zehn Stunden nachdem ein Silozug umgekippt war, krachte es in der Nacht zum Donnerstag kurz nach 1 Uhr auf der Gegenfahrbahn.

Ein Silozug war am Mittwochnachmittag auf der Autobahn zwischen Wiesau und der Anschlussstelle Mitterteich Süd umgekippt (wir berichteten). Die Bergungs- und Aufräumarbeiten zogen sich bis spät in die Nacht. Dabei musste laut Bericht der Verkehrspolizei Weiden in der Nacht zum Donnerstag gegen 1 Uhr auch kurzfristig die A93 in Fahrtrichtung Süden gesperrt werden. Es kam zum Rückstau.

Ein 27-jähriger polnischer Lastwagenfahrer fuhr deshalb mit seinem Sattelzug sehr langsam auf das Stauende zu. Ein nachfolgender 44-jähriger Berliner mit seinem Sattelzug bemerkte dies offensichtlich zu spät und prallte mit voller Wucht, nahezu ungebremst, in das Heck des polnischen Aufliegers. Durch den Aufprall kippte der Sattelzug des 27-jährigen um.

Durch den Unfall zog sich der Osteuropäer mittelschwere Verletzungen in Form von Schürfwunden und Prellungen zu. Er wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus nach Marktredwitz gebracht. Den 44-Jährigen erwischte es schwerer. Er wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt. Die Feuerwehr befreit ihn mit hydraulischem Rettungsgerät. Der Berliner kam mit schweren, jedoch nicht lebensgefährlichen Verletzungen ins Klinikum Weiden.

Die Feuerwehren sicherten die Unfallstelle ab, sperrten beide Richtungsfahrbahnen und leiteten den Verkehr aus. Während der Unfallaufnahme und Bergung der Unfallfahrzeuge war die Autobahn für rund fünf Stunden gesperrt. Es kam aufgrund der geringen Verkehrsdichte zu keinem Rückstau. Am Sattelzug beider Unfallbeteiligter entstand jeweils Totalschaden. Die Polizei schätzt die gesamte Schadenshöhe auf rund 200.000 Euro.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Wiesau, Mitterteich, Waldsassen und Waldershof mit rund 70 Personen sowie mehrere Rettungswagen-Besatzungen, Notärzte und das THW. „Gut zwölf Stunden nach dem ersten Alarm konnten wir beide Einsätze beenden und zum Gerätehaus zurückkehren“, schreibt die Feuerwehr Wiesau auf ihrer Homepage.

Zum Unfall mit dem Silozug gibt es auch noch zusätzliche Informationen: Der Lastwagen mit Silo-Auflieger war nach einem Ausweichmanöver ins Schleudern geraten, auf die rechte Fahrzeugseite gekippt und in die Leitplanke geprallt. Dies meldet die Wiesauer Wehr auf ihrer Internetseite. Der nachfolgende Mercedes konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachte in das Heck des Lkw. Die Bergung des Silozugs dauerte mehrere Stunden, da die Ladung – eine „sandartige Substanz“ durch ein Spezialfahrzeug abgesaugt werden musste.

Der Bericht zum ersten Unfall

Wiesau
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