Ein eigener Arbeitsstab kümmert sich beim Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach um rund 1100 Brücken in der nördlichen und mittleren Oberpfalz. Er nimmt regelmäßige Prüfungen vor und lässt Sanierungs- oder Neubaumaßnahmen durchführen. An der Brücke an der Staatsstraße 2170 in Richtung Falkenberg wurden zahlreiche Schäden festgestellt, weshalb man das 55 Jahre alte Bauwerk auf die Reparaturliste gesetzt hat. „Eine Sanierung der den Tirschnitzbach überspannenden Brücke ist aber unwirtschaftlich“, erklärte Bauamtsleiter Hannes Neudam, Sprecher der Abteilung „Konstruktiver Ingenieurbau und Bauwerkserhaltung“, die Sachlage.
Festgestellt habe man Schäden am durchhängenden Überbau. Risse wurden in der Brücke selbst, Schwachpunkte zudem an den Bewehrungen festgestellt. "Das derzeit noch befahrbare Bauwerk wird in absehbarer Zeit am Ende sein", betonte der Sprecher. Schon im kommenden Jahr soll mit einem Neubau begonnen werden. Als vorläufigen Kostenrahmen nannte Neudam einen Bereich zwischen 500 000 bis 600 000 Euro. Bezahlt wird die Maßnahme komplett vom Freistaat Bayern. Die Umleitung werde über eine parallel verlaufende Gemeindestraße in der Nähe der Baustelle eingerichtet. Großräumig umgeleitet wird aber der Schwerlastverkehr.
Wie auch in den Vorjahren wird die Gemeinde erneut einen Antrag auf Stabilisierungshilfe stellten. Neu ist, dass zur Neuausrichtung des Programms auf ein "Zwei-Säulen-Modell" umgestellt wurde. Zum einen könne man finanzielle Unterstützung wie bisher schon zur Schuldentilgung beantragen, zum anderen aber auch bei Investitionsvorhaben, wie der Bürgermeister erläuterte. "Nutzen können wir derzeit aber lediglich die erste Säule", machte Dutz mit Blick auf eine mögliche Schuldentilgung klar. "Für die weitere Säule können wir die Zugangsvoraussetzungen aber nicht erfüllen", bedauerte der Bürgermeister. Ein Hindernis sei die Beschränkung bei Kreditaufnahmen. Beantragen wolle man nun rund 858 500 Euro als Stabilisierungshilfe. "Beim Markt Wiesau liegt sowohl eine finanzielle, als auch eine strukturelle Härte vor", sagte Dutz und verwies auf die derzeitige Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 1065 Euro bzw. die geringe Steuerkraft im Verhältnis zum jeweiligen Größenklassendurchschnitt. "Den Konsolidierungswillen haben wir bereits mit dem vor zwei Jahren beschlossenen Konzept nachgewiesen", schloss Dutz mit dem Versprechen, den Antrag zeitnah einzureichen. Der Marktrat hob für den Antrag geschlossen die Hand.
Grünes Licht gab das Gremium einstimmig für ein Vorhaben in Schönhaid. Laut Bauantrag soll eine Biogasanlage um einen Havariewall mit Tor ergänzt werden.



















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