17.02.2021 - 10:38 Uhr
WiesauOberpfalz

Neue Kindertagesstätte in Wiesau: Drei Investoren interessiert

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Die Zeit drängt. Wiesau muss eine neue Kindertagesstätte bauen. Drei Investoren haben sich gemeldet. Die Entscheidung, wer zum Zug kommt, treffen die Gemeinderäte.

An der Andreas-Thoma-Straße (Bild) soll ein neuer Kindergarten gebaut werden. Das rund 3200 Quadratmeter große Areal war früher einmal ein Sportplatz.
von Harald Dietz Kontakt Profil

Der Markt Wiesau wächst. Junge Familien zieht es in die Gemeinde. Das hat auch Folgen für die Kindergärten. Die Plätze reichen nicht mehr. Bürgermeister Toni Dutz wandte sich an die Diözese Regensburg. Er hatte gehofft, dass die katholische Kirche als Träger der Wiesauer Kindergärten St. Elisabeth und St. Josef erlaubt, in den bestehenden Einrichtungen notwendige Erweiterungsmaßnahmen vorzunehmen und so die Zahl der Kita-Plätze zu erhöhen. Doch der Bürgermeister handelte sich eine Absage ein.

Und so muss die Gemeinde selbst "schnell und möglichst unbürokratisch handeln und Kita-Plätze zur Verfügung stellen". Entstehen soll die neue Kindertagesstätte auf einer rund 3200 Quadratmeter große Fläche (alter Fußballplatz) an der Andreas-Thoma-Straße. Wiesau will das Grundstück an einen Investor verkaufen und startete deshalb eine beschränkte Ausschreibung zur Errichtung einer Kindertagesstätte.

Im Ausschreibungstext heißt es: "Die Veräußerung des Grundstückes findet jedoch nur statt, wenn sich der Käufer dazu verpflichtet, auf diesem Grundstück auf eigene Kosten eine Kindertagesstätte zu errichten und anschließend an einen Träger zu ortsüblichen Konditionen zu vermieten. Die Kindertagesstätte soll über die Kapazität für zwei Gruppen im Krippenbereich verfügen sowie über zwei Gruppen im Kindergartenbereich. Zusätzlich soll neben der Gestaltung der Freifläche auch ein Mehrzweckraum in der Kindertagesstätte mit vorgesehen werden. Die Vermietung erfolgt mittels eines langfristigen Mietvertrages an einen anerkannten Träger." Toni Dutz nennt als Träger das Bayerische Rote Kreuz.

„Vielversprechend“

Die Angebotsfrist ist vor wenigen Tagen abgelaufen. Angebote eingereicht haben nach Auskunft von Bürgermeister Dutz drei Investoren. "Sie kommen aus der Region, aber auch von außerhalb." Auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien erklärt der Rathauschef: "Es sind vielversprechende Angebote."

"Da ist sicher etwas dabei, das man den Gemeinderäten ruhigen Gewissens empfehlen kann."

Bürgermeister Toni Dutz

Für die Kindertagesstätte gelten laut Gemeinde Wiesau folgende Mindestvorgaben: Einrichtung mit zwei Gruppen einer Kinderkrippe (1 bis 3 Jahre), Einrichtung mit zwei Gruppen für den Kindergarten (3 bis 6/7 Jahre). Bereich Kinderkrippe (Platzzahl 24): Raumbedarf an Haupt- und Nebenraumflächen 73 Quadratmeter, Bereich Kindergarten (Platzzahl 50): Raumbedarf an Haupt- und Nebenraumflächen 201 Quadratmeter; Kinderwagenraum 15 Quadratmeter, Ruheraum 36 Quadratmeter, Lagerraum 28 Quadratmeter, Leiterinnenzimmer 11 Quadratmeter, Personalraum 22 Quadratmeter, Küche mit Vorraum 28 Quadratmeter, Elternwarteraum 22 Quadratmeter, Speiseraum 25 Quadratmeter, Mehrzweckraum 66 Quadratmeter.

2,5 Millionen Euro

Die Gemeinde Wiesau will dem Investor einen Baukostenzuschuss gewähren, "über den aber noch zu verhandeln ist". Wichtig ist Toni Dutz bei dem rund 2,5 Millionen Euro teuren Projekt: Die komplette Einrichtung muss bis spätestens 1. April 2022 bezugsfertig sein. Dies spiele bei der Vergabe an den Investor eine große Rolle. Denn wegen der Platzprobleme sei die Gemeinde unter Zeitdruck.

Der Bürgermeister drückt aufs Tempo und kündigt an, dass die Entscheidung zum Investor bereits in der nächsten Sitzung des Marktgemeinderats im nichtöffentlichen Teil getroffen wird. Termin ist Donnerstag, 25. Februar. Bei der Vergabe herangezogen wird ein von der Gemeindeverwaltung erarbeiteter Kriterienkatalog. Mit Blick auf die eingegangenen Angebote und mögliche Diskussionen sagt Bürgermeister Toni Dutz im Gespräch mit Oberpfalz-Medien: "Da ist sicher etwas dabei, das man den Gemeinderäten ruhigen Gewissens empfehlen kann." Er sei gespannt, wie die Räte reagieren. Gebaut werden müsse kindgerecht und qualitativ hochwertig. "Ich bin mir sicher, dass der Gemeinderat eine gute Entscheidung trifft." Baubeginn soll sobald wie möglich sein.

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