05.02.2021 - 13:08 Uhr
WiesauOberpfalz

Neue Notenhefte mit Volksmusik aus Wiesau und dem Egerland

Die Coronazeit gut genutzt haben die Oberpfälzer Volksmusikfreunde, um weitere Notenhefte zu überarbeiten und den an regionaler, gema-freier Volksmusik interessierten Musikern zur Verfügung zu stellen.

Blick auf Heft 40 der Oberpfälzer Volksmusikfreunde.
von Externer BeitragProfil

Die Fortsetzung der bereits 1989 begonnenen Reihe „Volksmusik aus Wiesau“ bringen weitere drei Hefte mit je zehn Stückln aus der Sammlung des Musikers Andreas Härtl aus Wiesau, berichtet Hermann Burger, Landkreisbeauftragter der Oberpfälzer Volksmusikfreunde.

Andreas Härtl (1914-1994) hat viele überlieferte Stücke aus der nördlichen Oberpfalz und aus dem Egerland bearbeitet, ergänzt und den Oberpfälzer Volksmusikfreunden überlassen. Diese Handschriften beziehungsweise allmählich verblassenden Kopien wurden von Andreas Zwicknagel in eine gut bespielbare Besetzung übertragen, um diese bislang unveröffentlichten Melodien einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen.

Die genaue regionale Herkunft dieser Stücke kann nicht mehr angegeben werden. Vermutlich stammen die meisten Melodien aus dem Egerland. Sehr wahrscheinlich hat sich Härtl auch etliche dieser Melodien selbst ausgedacht oder zumindest Wesentliches dazu beigetragen, informiert Hermann Burger.

Bei der Bearbeitung wurde zumeist die Führung der dritten Stimme verändert, an einigen Stellen auch die vorgeschlagene Harmonieunterlegung. Burger weiter: "Auf das Ausschreiben der Gitarrenbegleitung, die bei Härtl eine Zeile beanspruchte, wurde zugunsten der Übersichtlichkeit verzichtet, dafür manchmal in der Bezifferung ein Vorschlag für einen Bass-Lauf gemacht. Das soll aber nicht heißen, dass an anderer Stelle nicht auch einer passen würde. Die meisten Stücke klingen zweistimmig gespielt auch gut, so dass eine erst bei der Wiederholung einsetzende dritte Stimme als Bereicherung empfunden wird." Da Härtl den Stücken neue Namen gegeben hat, wäre es auch interessant zu wissen, ob einige dieser Melodien doch im bereits gedruckten oder bekannten Egerländer Spielgut auftauchen, so Burger. "Urheberrechtlich sind die Melodien der Stücke unseres Wissens nach unbedenklich aufführbar, die vorliegende Bearbeitung durch Andreas Zwicknagel ist nicht geschützt."

Die Inhalte der Hefte Nummer 40, 41 und 42 sind auf der Homepage der Oberpfälzer Volksmusikfreunde (www.volksmusikfreunde.de/noten/notenhefte.php) einsehbar und können hier auch zum Preis von zehn Euro je Heft bestellt werden. Der Landkreisbeauftragte der Oberpfälzer Volksmusikfreunde wünscht mit Blick auf die Musik "viel Vergnügen beim Ausprobieren im Wirtshaus oder daheim".

Die Veranstaltungen der Oberpfälzer Volksmusikfreunde kommen gut an

Waldeck bei Kemnath

 

 

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