Wiesau
05.08.2019 - 13:49 Uhr

Nach der Reparatur erneut Furchen

Wer den Schaden verursacht hat, bleibt weiter unklar. Fakt ist, dass wenige Stunden nach der Reparatur eines Weges erneut Arbeiter anrücken mussten. Thema im Marktrat war auch das Bürgerfest.

Ob die Suche nach dem Verursacher der Schäden erfolgreich sein wird, ist ungewiss. Nur gut, dass die Baumaschinen noch nicht abgezogen waren. Bild: Gemeinde Wiesau/exb
Ob die Suche nach dem Verursacher der Schäden erfolgreich sein wird, ist ungewiss. Nur gut, dass die Baumaschinen noch nicht abgezogen waren.

Erst vor wenigen Wochen war der reparaturbedürftige Schotterweg zwischen Triebendorf und Schönfeld neu hergerichtet und als fertig von der Baufirma übergeben worden. Die Freude darüber währte aber keine 24 Stunden, dann wurde der Weg erneut zur Baustelle erklärt. Bereits einen Tag nach der Fertigstellung "wurden uns neue tiefe Wegfurchen gemeldet“, klagte Geschäftsleiter Thomas Weiß in der Marktratssitzung und verwies auf die Beweisfotos an der Leinwand.

Inzwischen sind die Schäden wieder behoben. Die rasche Reparaturmaßnahme habe man dem glücklichen Zufall zu verdanken, dass die Baumaschinen noch nicht weggeschafft und daher sofort einsatzbereit waren, erklärte der Geschäftsleiter. Weiß bestätigte, dass die entstandenen Kosten dem Markt Wiesau in Rechnung gestellt werden. Die Fragen nach dem Verursacher der erneuten Zerstörung und wie der Schaden entstand, mussten unbeantwortet bleiben.

„Die Bauleitplanung kann auf den Weg gebracht werden“, äußerte sich Susanne Heller vom Sinzinger Planungsbüro Bartsch zur Änderung des Flächennutzungsplanes und Aufstellung des Bebauungsplanes „Sonnenenergienutzung Tongrube Einsiedel“ bei Leugas. Die Freifläche – mitten im Wald – ist rund 1,3 Hektar groß. Davon soll rund ein Hektar für eine Photovoltaikanlage zur Verfügung gestellt werden. Dafür werden auch die entsprechenden Ausgleichsflächen bereitgestellt, wurde in der Marktratssitzung bestätigt. Inzwischen liegt die Zusammenfassung der erbetenen Stellungnahmen und Anregungen von Regierung, Landratsamt, Staatlichem Bauamt und anderer Fachstellen vor. „Es gibt keine Hindernisse“, fasste Heller zusammen. Einstimmig wurde die Verwaltung beauftragt, die notwendigen Verwaltungsschritte einzuleiten.

Sparwillen zeigt der Markt Wiesau bereits seit 2013 mit seinem immer wieder ergänzten Haushaltskonsolidierungskonzept. Die letzte Änderung stammt von Juli 2019. In der Summe belaufen sich die Mehreinnahmen 2019 auf rund 3800 Euro, für die Folgejahre 2020 bis 2022 wurden jährlich rund 6900 Euro an Mehreinnahmen errechnet. Einsparungen werden für 2019 in Höhe von rund 27.500 Euro, 2020 bis 2022 in Höhe von rund 45.600 Euro erwartet. „Ich denke, wir sind gut unterwegs, was die Einsparungen betrifft“, kommentierte Bürgermeister Toni Dutz das Zahlenwerk. „Irgendwann aber stößt man halt doch an seine Grenzen“, fuhr er fort und gab anschließend bekannt, dass der Haushalt auch die Rechtsaufsicht passierte.

FW-Marktrat Franz Dürrschmidt trug in der Marktratssitzung eine Bürgerbeschwerde zum Bürgerfest vor. Aus Lärmschutzgründen sollte die dreitägige auf eine eintägige Veranstaltung reduziert werden, hieß es in einem Schreiben, das ein Wiesauer verfasst hatte. Bürgermeister Toni Dutz meinte dazu: „Das Fest hat sich seit den 1980er Jahren gut entwickelt.“ Alle zwei Jahre könne man die Störungen tolerieren, fuhr er fort. „Ich werde mit den Vereinen sprechen.“

Skeptisch zeigte sich CSU-Sprecher Michael Dutz, der an den Aufwand erinnerte, der betrieben werden müsse, um solch ein Fest auf die Beine zu stellen. „Für nur einen Tag lohnt sich doch der Aufwand nicht.“ Ob aus dem dreitägigen künftig ein eintägiges Bürgerfest wird, bleibt abzuwarten. Entscheiden müssen jetzt die Vereine.

Einen Tag vorher war der Weg saniert worden. Dann war schon wieder eine Reparatur fällig. Der Verursacher ist bislang unbekannt. Bild: exb - Gemeinde Wiesau
Einen Tag vorher war der Weg saniert worden. Dann war schon wieder eine Reparatur fällig. Der Verursacher ist bislang unbekannt.
Susanne Heller, Mitarbeiterin des Ingenieurbüros Bartsch, war gekommen, um die Bauleitplanung für die "Tongrube Einsiedel" näher zu erläutern. Bild: wro
Susanne Heller, Mitarbeiterin des Ingenieurbüros Bartsch, war gekommen, um die Bauleitplanung für die "Tongrube Einsiedel" näher zu erläutern.
 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.