08.07.2019 - 16:35 Uhr
WiesauOberpfalz

Sicherheit geht vor

Der Vorgang „Sicherheitsbarrieren am Vizinalbahn-Radweg“ füllt inzwischen einen dicken Aktenordner, berichtet Geschäftsführer Thomas Weiß in der Marktratssitzung. Jetzt folgt eine klare Ansage durch den Gemeinderat.

Die Barrieren am Vizinalbahn-Radweg dienen der Sicherheit und zwingen die Radfahrer zum Absteigen. Sie bleiben unverändert, beschloss der Marktrat in seiner Juni-Sitzung.
von Werner RoblProfil

Die Barrieren, die die Radfahrer an der Straßenkreuzung bei Leugas beziehungsweise Schönhaid zum Absteigen zwingen, bleiben so, wie sie sind. Sie werden aus Sicherheitsgründen nicht verändert. Grund für die Debatte war eine aktuelle Anfrage eines Fuchsmühlers, der darum gebeten hatte, sich des Themas anzunehmen (wir berichteten).

Beim Ortstermin mit Vertretern des Ordnungsamtes sowie Bauhofleiter Michael Klarner erläuterte der Antragsteller vor einigen Tagen möglichen Verbesserungen an den Schranken, die momentan aus seiner Sicht ein Hindernis darstellten. Besonders ärgern ihn die mittigen Überlappungen der engen Halbschranken. Er regte an, das Problem sachlich zu überdenken.

Martina Bauer, die dafür zuständige Sachbearbeiterin in der Verwaltungsgemeinschaft, ließ den Punkt, ergänzt mit einer Stellungnahme, auf die Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Marktrates setzen. "Ein Ortstermin erübrigt sich wohl, jeder von uns kennt die Problemstelle an der Straße zwischen Leugas und Schönhaid", kommentierte Bürgermeister Toni Dutz den Tagesordnungspunkt.

Zudem erinnerte er an die dort vorhandene Geschwindigkeitsbeschränkung, die Autofahrer mahnt, mit Tempo 50 zu fahren. "Wir alle wissen aber, dass dies nur bedingt eingehalten wird", fügte das Gemeindeoberhaupt hinzu. "Gott sei Dank ist dort noch nichts passiert." Der Radweg, der bei Leugas den ehemaligen, unbeschrankten Bahnübergang passiert, ist sehr beliebt. "Gerne wird er auch von Familien mit kleinen Kindern genutzt", ergänzte Dutz, womit er endgültig beim Thema "Sicherheit und Unfallgefahr" angekommen war.

Dass es noch zu keinem Zwischenfall gekommen sei, sei zweifellos den Schranken geschuldet. "Und ich möchte auch, dass das so bleibt", machte der Bürgermeister deutlich. Dafür seien die Schranken schließlich da. Mögliche Veränderungen, die am Abend als Varianten zur Sprache kamen, lehnte er kategorisch ab. "Es wäre aber sinnvoll, auf die Barriere - ausreichende Meter vorher - hinzuweisen", warf FW-Marktrat Manfred Vollath ein und bat um Prüfung durch den Bauhof. "Ich denke gerade an die kleinen Kinder. Mir wird unwohl, wenn ich daran denke, dass etwas passieren könnte", fasste Bürgermeister Toni Dutz zusammen und bat um Abstimmung. Das einhellige Ergebnis: Die Barrieren bleiben und werden nicht verändert.

Hintergrund:

Sperren üblich

Der Vizinalbahn-Radweg wurde von der Arbeitsgemeinschaft "Geh- und Radweg Wiesau-Bärnau" geplant und ausgeführt. Im Bauentwurf von 2005/2006 war vorgesehen, nicht nur die Leugaser Kreuzung an der Kreisstraße TIR 39, sondern auch die an der Staatsstraße 2169 (Wiesau: Mitterteicher Straße) mit Sperrpfosten oder alternativ mit einer halbseitigen, versetzt angeordneten Wegsperre zu sichern. Die Maßnahmen wurden als erforderlich erachtet, um ein Befahren des Geh- und Radweges auch mit Kraftfahrzeugen zu verhindern beziehungsweise die Radfahrer vor dem Überqueren der Straßen zum Absteigen zu zwingen. Auf Nachfrage durch die Verwaltungsgemeinschaft Wiesau bei der Straßenverkehrsbehörde im Landratsamt werden die Schranken als sinnvoll und wichtig erachtet. Ergänzend dazu heißt es in der Stellungnahme: "Auch bei anderen Radwegen mit Straßenüberquerung (z. B. beim Bocklradweg und beim Bayerisch-Böhmischen Freundschaftsweg) sind Sperren üblich." Der Meinung schloss sich auch das Sachgebiet Touristik am Landratsamt Tirschenreuth an.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.