11.11.2019 - 11:58 Uhr
WiesauOberpfalz

Siedler nehmen Bezirkstag unter die Lupe

Die Bemessung der Grundsteuer, Zuschüsse für altersgerechtes Umbauen und der Bezirkstag waren Themen bei der Herbst-Tagung des Tirschenreuther Kreisverbands für Wohneigentum. Zudem gab es Diskussionen um eine neue Vereins-Software.

Mit kleinen Präsenten würdigten die Vorsitzenden des Tirschenreuther Kreisverbands für Wohneigentum, Otmar Zeitler (rechts), Gerhard Strobl (Mitte) und Fritz Bergmann (links), die Vorträge und Informationen von Bezirksrat Toni Dutz (Zweiter von rechts) und des Bezirksvorsitzenden für Wohneigentum, Helmut Grünbauer (Zweiter von links).
von Bernhard SchultesProfil

Für die Abordnungen der Siedlervereine gab es erste Details für die Fahrt zum Bezirkstag nach Regensburg und das weitere Programm am 16. Dezember. "Die Beteiligung der einzelnen Vereine ist groß", wusste Kreisvorsitzender Otmar Zeitler zum Auftakt der Versammlung im Sportzentrum Wiesau. Sein Dank galt dem Mitglied des Bezirkstags, Toni Dutz, der den Teilnehmern die Bezirksverwaltung ausführlich präsentieren wird.

Heimat- und Denkmalpflege

Dutz nutzte die Herbst-Tagung, um schon einmal einige Einblicke zu geben. Von dem Bezirksrat erfuhr die Versammlung, dass insgesamt 18 Personen dem Bezirkstag angehören. "Kultur- und Heimatpflege zählt zu den Hauptaufgaben der bayerischen Bezirke. Neben den klassischen Feldern der Heimatpflege wie Denkmalpflege, Volksmusik, Regionalgeschichte, Bräuche und Dialektpflege gehören aber auch die Medienfach-, Laienspiel- und Popularmusikberatung sowie die Förderung der Bezirksjugendringe und der Jugendbildungsstätten dazu." Mit umfangreichen Förderprogrammen unterstütze der Bezirk auch kulturelle Vorhaben und Leistungen, darüber hinaus gebe es eine Bezirksgalerie, die jedes Jahr mit dem Ankauf von Werken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler aus der Oberpfalz erweitert werde.

Fahrt nach Würzburg

Als ein weiteres großes Spektrum schilderte Dutz die medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz. Nach Artikel 48 der Bezirksordnung sind die Bezirke in Bayern in den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit verpflichtet, die erforderlichen stationären und teilstationären Einrichtungen für Psychiatrie und Neurologie zu betreiben. An sechs Standorten in der Oberpfalz werden Kliniken, Tageskliniken, Ambulanzen und Heime betrieben. Toni Dutz: "Auch am Sibyllenbad ist der Bezirk Oberpfalz im Rahmen eines Zweckverbands mit einem Anteil von 70 Prozent beteiligt."

Mit zwei Bussen reisen die Siedler bereits am 30. November nach Würzburg. Kreisvorsitzender Otmar Zeitler dankte Gerhard Strobl, der die Winterfahrt wie alle Jahre hervorragend geplant und ausgearbeitet habe. Es seien nur noch wenige Plätze frei. Mit großem Interesse verfolgen die Siedler derzeit die Neuregelung für die künftige Bemessung der Grundsteuer. Zeitler: "Weiterhin stehen drei Modelle zur Diskussion, der Verband Wohneigentum fordert eine Reform, die für den Einzelnen sozial tragbar ist."

"Leider schon vergriffen sind derzeit die KfW-Zuschüsse für altersgerechtes Umbauen", informierte Zeitler anschließend. Die staatliche Förderbank KfW bot zinsgünstige Kredite und Zuschüsse beim Umbau der Immobilie oder beim Kauf vom umgebauten Wohnraum. Voraussetzung sei, dass mit dem Umbau Barrieren verringert oder der Einbruchschutz verbessert wird.

In fast allen deutschen Haushalten werden in den nächsten Jahren digitale Stromzähler Pflicht. Das legt das Messstellenbetriebsgesetz fest. Einen besonderen Hinweis hatte der Kreisvorsitzende zur Öffentlichkeitsarbeit der einzelnen Vereine: "Die Finanzbehörden hinterfragen derzeit sehr kritisch die Gemeinnützigkeit. Es wird daher dringend empfohlen, Verlinkungen und Hinweise auf Firmen, die den Mitgliedern Rabatte oder Einkaufsvorteile gewähren, von der jeweiligen Homepage der Siedlergemeinschaft zu nehmen. Es ist unzulässig, mit einem Verweis auf Preisnachlässe um Neumitglieder zu werben."

Zu einem beliebten Auftakt ins Siedlerjahr des Kreisverbandes hat sich mittlerweile das Neujahrstreffen entwickelt. Auf die Frage von Zeitler, wo das Treffen 2020 stattfinden soll, kam neben der Gaststätte "Rechersimer" der Vorschlag Schützenhaus Thumsenreuth. Der Vorstand berät sich deshalb über den Veranstaltungsort. Als Termin einigte man sich auf den Montag,13. Januar.

Für eine Diskussion sorgte die abschließende Vorstellung der neuen Vereins-Software "DAVOweb" durch den Stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Helmut Grünbauer. Eine Rolle spielte dabei auch die bereits beschlossene Beitragserhöhung des Bezirks um 44 Cent ab 2020.

Nach Meinung von mehreren Vereinsvertretern wäre die neue Software nicht nötig gewesen. Viele Vereine arbeiten mittlerweile erfolgreich mit eigenen Mitgliederverwaltungsprogrammen oder Vorgängerversionen der neu angekündigten Software. Ob das neue "DAVOweb" künftig im Kreisverband Tirschenreuth Anwendung findet, blieb trotz Bitten des Bezirksvorsitzenden Helmut Grünbauer an diesem Abend ungeklärt.

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