25.09.2018 - 13:47 Uhr
WiesauOberpfalz

Sonnenstrom aus der Tongrube

Mehrere geplante Photovoltaikanlagen beschäftigen die Wiesauer Markträte. So muss für ein Projekt bei Leugas ein Bebauungsplan erstellt werden.

In der Tongrube „Einsiedel“ soll eine Photovoltaikanlage entstehen. Das Gelände ist von einem Waldstück umgeben und daher nicht einsehbar.
von Werner RoblProfil

Die Kostenübernahme für das Bebauungsplanverfahren für die Anlage in der Tongrube „Einsiedel“ sei gesichert, verwies Bürgermeister Toni Dutz auf eine bereits getroffene Vereinbarung zwischen der Gemeinde Wiesau und der Regensburger Voltgrün Projekt GmbH, zudem auch auf das vorliegende Antragsschreiben, mit dem sich das Regensburger Unternehmen im August an die Gemeinde gewandt hatte. Betroffen ist ein Waldstück westlich der A93 nahe Wiesau. „Der Grundstückseigentümer hat sein Einverständnis bereits bekundet.“

Mit Diplom-Ingenieur Bernhard Bartsch habe er bereits Rücksprache genommen, informierte Dutz und ergänzte: Das Sinzinger Planungsbüro bewerte den Standort als unproblematisch. Mit Blick auf die künftige Lage der rund 1,1 Hektar großen Photovoltaikanlage versprach er, dass das Freiflächenprojekt aufgrund des Waldes von keiner Seite einsehbar sei.

Über weitere Anlagen nahe Wiesau war bereits im Mai abgestimmt worden. Dennoch waren sie nun noch einmal Thema. Dass man über die Vorhaben bei Fuchsmühl und nahe der Umgehungstraße noch einmal reden müsse, verwunderte auch Bürgermeister Dutz. Über die Grundstücksgrößen war bereits gesprochen worden. Mit Beschluss vom 17. Mai dieses Jahres hatte der Marktrat aufgrund der Erläuterungen durch Bernhard Bartsch die Standorte befürwortet. Der Gemeinde entstehen für die Bauleitplanung keine Kosten, hob Dutz noch einmal hervor und bat um Abstimmung. Mit Blick auf die eine Anlage, die an der nahen Umgehungsstraße entstehen soll, stellte Toni Dutz zudem eine Begrünung in Aussicht. „Die Abstandflächen werden selbst verständlich eingehalten“, verwies er auf die Orts- und Straßennähe. Von weiteren Fragen aber bat Dutz Abstand zu nehmen. „Wir beraten heute noch nicht über das Vorhaben selber“, verwies er auf den Tagesordnungspunkt, der lediglich den „Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan“ zum Inhalt hatte.

Dutz berichtete außerdem: „Der Gemeinde Wiesau liegt derzeit ein weiterer Antrag vor, der eine Fläche zwischen Leugas und Schönhaid betreffen soll. Sofern die Flächen als negativ bewertet werden, kann der Aufstellungsbeschluss bei der nächsten Sitzung wieder aufgehoben werden.“ Die Vorgehensweise sei auch im Sinn der Südwerk Prokjektgesellschaft, fuhr Dutz mit Blick auf die bereits getroffenen Absprachen fort. Der Aufstellungsbeschluss wurde vom Gemeinderat genehmigt.

Im Bebauungsgebiet „Nördlich Rathaus“ können auf den dafür geschaffenen sieben Parzellen neue Wohnhäuser errichtet werden. Für das jahrelang brach liegende Sondergebiet, das man für ein Seniorenwohnheim reserviert hatte, wurde die 26. Änderung des Bauplanes auf den Weg gebracht. „Wir mussten die lähmende Sache bereinigen“, kommentierte Dutz den einstimmigen Entschluss und ergänzte, Kaufanfragen lägen bereits vor.

"Durchgewunken" wurde der Punkt Erfrischungsgeld für die Wahlhelfer zur Landtags- und Bezirkswahl am 14. Oktober. 40 Euro erhalten die Wahlvorstände, 10 Euro weniger die Wahlhelfer, stellvertretende Wahlvorsteher und Schriftführer. Damit zeigten sich alle Markträte einverstanden.

Abschließend informierte Bürgermeister Toni Dutz über bereits bearbeitete Bauanträge: Die Ziegler Holding GmbH will in der Tonwerkstraße eine Logistikhalle erstellen. Die Schönhaiderin Martina Mißler beabsichtigt das Dachgeschoss ihres Hauses auszubauen.

Die Photovoltaikanlage, die an der Umgehungsstraße errichtet werden soll, grenzt an das Gemeindegebiet. Bürgermeister Toni Dutz versprach eine Begrünung.
Das Acker- und Wiesengelände bei Fuchsmühl, nahe Tirschnitz, gehört zu den weiteren Flächen, auf denen künftig Kollektoren Strom erzeugen sollen.
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