(wro) Angefangen habe alles mit einigen Bienenvölkern, die in einem alten Bauwagen wohnten, erzählt Florian Beer am Nachmittag des „Offenen Bienenhauses“, zu dem der zweite Vorsitzende zusammen mit dem Imkerverein eingeladen hatte. Viele Interessierte, die mehr über das fleißige Bienenvolk erfahren wollen, stehen an diesem Nachmittag um den Gastgeber herum. Bereitwillig beantwortet der Imker alle Fragen, die an ihn herangetragen werden. Gerne zeigt er auch sein Bienenhaus von innen, das er vor einigen Jahren hier hingestellt und nach und nach liebevoll eingerichtet hat. „Es hat sogar eine eigene Adresse“, verweist der Besitzer auf das Straßenschild neben seinem Arbeitsraum, das die Aufschrift „Am Berg“ trägt. „Eine Hausnummer hat das Bienenhotel aber nicht“, fügt er hinzu.
Am Kreuzberg ist erfreulich viel los. Schließlich möchte man den fleißigen Bienen zuschauen, die immer wieder heranschwirren, um ihr farbig gekennzeichnetes Flugloch anzusteuern. Danach verschwinden sie summend im Bienenhaus. Es herrscht reges Treiben bei den Völkern und ein Kommen und Gehen bei den Besuchern. Zweiter Vorsitzender Florian Beer, Vorsitzender Hubert Greil und die anderen Imkerfreunde beantworten an diesem Nachmittag enorm viele Fragen und beweisen dabei ihr gewonnenes Fachwissen. Etwas fehlt aber heuer: „Honig schleudern wir heute nicht“, bedauern die Bienenzüchter.
Wie schon in den vergangenen Jahren findet der „Tag des offenen Bienenhauses“ am Grundstück von Florian Beer unweit des Kreuzberges statt. Dorthin ist er vor wenigen Jahren mit seinen Bienenvölkern umgezogen, weil das bisherige am Ortsrand baufällig geworden war. Auf eine genaue Arbeiterinnenzahl will sich Beer nicht festlegen lassen. „Ich denke mal, dass es mehrere Hunderttausend sind.“ Beer: „Durch die Zucht hat sich einiges geändert.“ Mit Verweis auf seine kreuzbraven Schützlinge, die „Carnica“ und „Buckfast“ genannt werden, fährt er fort: „Imkerpfeife und Netz brauche ich eher selten.“ Man könne sie ganz leicht an der unterschiedlichen Färbung erkennen, fügt er hinzu.
Wenige Schritte daneben steht ein viereckiger Schaukasten. Dort kann man den kleinen Tieren bei ihrer Arbeit zusehen. Gerne zeigen die Bienenfreunde dort auch, wie man eine Königin bestimmen kann. An wieder anderer Stelle des Gartens wird Propoliscreme hergestellt. „Wegen ihrer Vielseitigkeit wird sie gerne gekauft“, lobt Vorsitzender Hubert Greil die Eigenschaften des fertigen Naturprodukts. Für Erfrischungsgetränke, Kaffee und Kuchen ist am Bienenhaustag freilich auch gesorgt. Nach dem Rundgang macht man eine Pause unter den Bäumen. Dort wird geplaudert, einige fachsimpeln oder genießen einfach nur den Nachmittag am Kreuzberg.
Mit dem bisherigen Ertrag könne man zufrieden sein, zieht Florian Beer eine kleine Zwischenbilanz seiner Arbeitervölker. Zufrieden fügt er hinzu: „Ich habe heuer sogar schon Waldhonig geschleudert.“










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