23.08.2019 - 12:13 Uhr
WiesauOberpfalz

Treibstoff aus der Steckdose

Ab sofort ist Wiesau um eine Tankstelle reicher. Die Zapfsäule steht beim Rathaus. Statt Diesel oder Benzin fließt Strom. Die öffentliche E-Ladesäule wurde in einer kleinen Feierstunde offiziell in Betrieb genommen.

Erste „Betankung“ beim Rathaus: Im Bild (von links) Doreen Ibrahimovic, Bürgermeister Toni Dutz, Daniel Völkl von der Verwaltungsgemeinschaft Wiesau, N-Ergie-Kundenmanager Michael Lingg und der stellvertretende Leiter des Bauhofes, Alexander Bäumler.
von Werner RoblProfil

Bis zu zwei Elektroautos können beim Rathaus gleichzeitig mit umweltfreundlichem Ökostrom geladen werden. Die Handhabung ist einfach: Parken, Chip bereithalten, Stecker rein und warten bis das System "grünes Licht" zeigt. Die Abrechnung erfolgt automatisch; die Kosten können anhand einer Tabelle abgelesen werden.

Bürgermeister Toni Dutz nahm gemeinsam mit N-Ergie-Kundenmanager Michael Lingg und der Ansprechpartnerin für Elektromobilität im Nürnberger Unternehmen, Doreen Ibrahimovic, die Ladestation in Betrieb. Die Säule, die an der Ostseite des Verwaltungsgebäudes an der Alfons-Goppel-Straße steht und von N-Ergie gewartet wird, verfügt über zwei Typ2-Steckdosen mit einer Leistung von je 22 Kilowatt. Die zwei anliegenden Parkplätze seien ausschließlich für Elektroautos vorgesehen, die hier geladen werden, erklärte die Vertreterin im Gespräch mit Oberpfalz-Medien.

„Mit dem Angebot setzt Wiesau einen weiteren ökologischen Akzent für den Ausbau der nachhaltigen Mobilität im ländlichen Raum“, betonte Bürgermeister Toni Dutz bei der Inbetriebnahme und zeigte sich stolz über die Beteiligung der Marktgemeinde Wiesau.

„Als regionaler Energieversorger wollen wir die Ladeinfrastruktur weiter ausbauen und so die umweltfreundliche Elektromobiliät im Raum Nordbayern vorantreiben“, äußerte sich Doreen Ibrahimovic. „Wir arbeiten dabei stets eng mit den Kommunen in der Region zusammen und freuen uns, mit dem Markt Wiesau einen engagierten Partner für diese Idee gefunden zu haben“, erklärte sie vor der ersten Probebetankung eines Firmenautos des mittelfränkischen Unternehmens.

Die Säule wird in den "Ladeverbund+" integriert. Das Netzwerk umfasse derzeit 60 Kommunen in Nordbayern, zog die Sprecherin Bilanz und ergänzte: Alle Ladesäulen im "Ladeverbund+" seien mit einem einheitlichen Zugangssystem ausgestattet. Der Zugang erfolgt unter anderem auch über das Mobiltelefon. Eine Übersicht über alle Mitglieder, Ladesäulen und weitere Informationen zum System sind unter www.ladeverbundplus.de zu finden.

Hintergrund:

Elektromobilität

Energiewende heiße auch Mobilitätswende. Elektromobilität trage zum Erreichen der Klimaschutzziele bei und stärke – aufgrund ihrer Speicher- und Ladestruktur - gleichzeitig eine dezentral ausgerichtete Energiewende, heißt es in einer im August herausgegebenen Pressemitteilung der Nürnberger N-Ergie AG. Deshalb sei die Förderung der Elektromobilität fest in der Konzernstrategie verankert. Den eigenen Fuhrpark stelle N-Ergie bereits sukzessive auf Elektrofahrzeuge um. Über 100 strombetriebene Pkw seien im Unternehmen aktuell als Dienstfahrzeuge im Einsatz. (wro)

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