Je viermal Silber und Rubin, siebenmal Gold und fünfmal Diamant. Was sich anhört wie das Angebot eines Juwelierladens war die Aufzählung der anwesenden Jubelpaare, die sich am Tag der Ehejubiläen von ihrer Pfarrei feiern ließen. Vorbereitet hatte den Festtag der Ehe- und Familien-Sachausschuss des Pfarrgemeinderates.
Für jedes Jubelpaar wurde eine Kerze gesegnet und von den Ministranten als leuchtendes Symbol entzündet. Den Gottesdienst umrahmten Lieder, die die von Oliver Zrenner geleitete Singgruppe "Canto di Gioia" ausgewählt hatte. Pfarrer Markus Nees beleuchtete humorvoll die langen Jahre einer Ehe. Mehr aber den Alltag nach vielen Jahren, von dem der Seelsorger eine kleine Episode erzählte: In einer Londoner U-Bahn rempelte ein englischer Politiker eine vor ihm stehende ältere Frau an. "Kannst du nicht aufpassen", kommentierte sie unwirsch das Missgeschick und drehte sich um. "Oh, entschuldigen Sie bitte, ich dachte es wäre mein Mann, der mich gestoßen hat", bat die Frau kurze Zeit später um Nachsicht für ihre barsche Reaktion auf das Missgeschick.
"Singuläre Ereignisse lassen keinen Rückschluss auf das Eheleben zu. Ich hoffe auch für Sie, dass das Positive stets überwiegt", fasste der Pfarrer die Geschichte zusammen und empfahl an anderer Stelle, Dinge nicht zu trennen, die Gott einmal verbunden habe.
















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