18.12.2019 - 16:53 Uhr
WiesauOberpfalz

Durch viele Seilsprünge viel erreichen

„Skipping Hearts“ ist eine Initiative der Deutschen Herzstiftung, die sich an die Schulen richtet. Wer mitmachen möchte, muss sich bewerben. „Wir haben heuer den Zuschlag bekommen“, erklärt Rektorin Inge Dick an einem „bewegten“ Vormittag.

Am Ende machte es allen Spaß. Im Bild die Kombiklasse 3 und 4 der Wiesauer Grundschule mit Julia Greger, Rektorin Inge Dick (von rechts) und Melanie Schrenk.
von Werner RoblProfil

Draußen spielen und sich bewegen, gehört längst nicht mehr zum normalen Alltag vieler Buben und Mädchen. Statt auf Bäume oder über Zäune zu klettern, sitzen die Kinder häufig am Computer oder bedienen ihr Smartphone, um sich mit den Angeboten an Spielen oder den Inhalten sozialer Netzwerke zu beschäftigen. "Der Bewegungsdrang wird leider immer mehr eingeschränkt", bedauert Grundschulleiterin Dick, die sich, zusammen mit Julia Greger, Lehrerin an der Wiesauer Grundschule, an die Deutschen Herzstiftung mit Sitz in Frankfurt am Main gewandt hatte, um die Kinder außer Atem zu bringen. Übrigens: "Skipping Hearts" wurde im September 2015 auf einer gemeinsamen Veranstaltung der Dirk-Nowitzki-Stiftung und des Analysehauses Phineo mit dem "Wirkt-Siegel" für besonders wirkungsvoll arbeitende Organisationen ausgezeichnet.

Motiviert, doch ohne Druck

Vor wenigen Tagen gehörte die obere Schulturnhalle den Buben und Mädchen der Grundschulkombi-Klasse 3 und 4, die sich Springseile geschnappt hatten, um zunächst alleine, danach auch mit dem Partnerseil, motiviert und ohne Leistungsdruck die noch jungen Herzen zu stärken. Schließlich treten Herz- und Kreislauferkrankungen auch im Kindesalter auf, erfuhren die eifrigen Teilnehmer beim Workshop, der von Melanie Schrenk von der Deutschen Herzstiftung und der Grundschullehrerin Julia Greger geleitet wurde.

Dem vorzubeugen ist das Ziel der kostenlosen Mitmach-Veranstaltung, für die man zwei zusammenhängende Schulstunden geopfert hat. "Was wir hier machen, nennt sich Rope-Skipping, beschreibt Schrenk die sportliche Form des jeweils zehnminütigen Seilspringens, bei dem Schnelligkeit, Ausdauer und Kraft spielerisch und mit Hilfe von Springseilen trainiert werden. Im Fokus der Präventions-Stunden standen aber auch koordinierte Übungen, die die Beweglichkeit und das Rhythmusgefühl stärken. Während des Vormittags erfahren die Kinder viel über das, was ihr Herz leisten muss. Auch warum beim Laufen und Springen - wie sie rasch spürten - das Organ deutlich schneller schlägt und den Puls noch mehr in Bewegung bringt als sonst.

In den Mittelpunkt des Vormittagslehrgangs erklärt man den Buben und Mädchen aber auch, wie das Pausenbrot belegt werden sollte, um sich richtig zu ernähren. Das dafür benötigte Arbeitsmaterial und die Springseile werden von der Deutschen Herzstiftung zur Verfügung gestellt. "Sich mit dem Herzen auseinandersetzen", lautet die wichtigste Aufgabe an diesem gesunden Vormittag, zu dem später auch die Eltern hinzustoßen, um sich vom "Skipping-Hearts" Erfolg zu überzeugen. Wer von den Zuschauern Lust verspürte, konnte später auch daran teilnehmen. Julia Greger und Melanie Schrenk luden die Mütter und Väter dazu ein: "Keine Sorge, es liegen noch viele Springseile bereit. Auch ihr dürft aus der Puste kommen, um euer Herz zu stärken", erklärte die Expertin.

Nur zehn Minuten

Seilspringen macht im Übrigen großen Spaß und hält fit. Schrenk empfahl, sich gegen eine geringe Schutzgebühr einige Springseile zu kaufen, um "Skipping Hearts" daheim fortzusetzen. Die Übungsleiterin betonte: "Zehn Minuten Seilspringen hat den gleichen Effekt wie eine halbe Stunde joggen."

Den Workshop mit den Seilen leiteten Melanie Schrenk (links) von der Deutschen Herzstiftung und Lehrerin Julia Greger (rechts).
Gekommen waren auch viele Eltern, um den Kindern bei „Skipping Hearts“ zuzuschauen.
Melanie Schrenk machte es vor, dann ging's an die Springseile, die von der Deutschen Herzstiftung zur Verfügung gestellt wurden.
Laufen und konzentriert Springen: Für die fit machenden Übungen war viel an Ausdauer nötig.
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