Auch wenn Waldtraud Konrad vor kurzem ihren 58-jährigen Geburtstag gefeiert hat, ist sie in ihrem Herzen nach wie vor eine 18-Jährige. Die immer gut gelaunte Kinderpflegerin lacht gerne und liebt ihre kleinen Schützlinge wie ihre eigenen Kinder. Das ist seit 40 Jahren so. Dafür und für vier Jahrzehnte Treue zum katholischen Kindergarten St. Elisabeth ehrte sie Pfarrer Maximilian Roeb am Martins-Tag in der Kirche St. Michael.
Für die Erzieherin war es eine echte Überraschung, als ihr Chef sie vor zum Altar bat und vor großem Publikum zu ihrem Berufsjubiläum gratulierte. Keiner könne mehr nachzählen, wie viele Kinder Waltraud Konrad in diesen Jahrzehnten betreut habe, wie viele Kindertränen sie getrocknet habe und in wie viele strahlende Kindergesichter sie geschaut habe, sagt Roeb. "Waltraud Konrad ist auch wie ein St. Martin", lobte der Pfarrer die gute Seele.
Ihren Dienst im Kindergarten St. Elisabeth hat Waltraud Konrad unter Leitung der Ordensfrau Schwester Elfriede begonnen. "Damals hatten wir 23 Kinder. Der Kindergarten war nur von 7.45 bis 11 Uhr und von 13 bis 16 Uhr geöffnet", erinnert sich die Jubilarin zurück. Jetzt betreue das Team 100 Kinder, von der Kinderkrippe über den Kindergarten bis hin zu den Grundschülern mit deren Hausaufgaben. Längst ist Waldtraud Konrad nicht mehr allein für die Kinder da. Die Zahl der Mitarbeiterinnen hat sich in den 40 Jahren verfünffacht auf insgesamt zehn. Waltraud Konrad habe ihren Entschluss zur Kinderpflegerin nie bereut, wenn sie auch ursprünglich Kinderkrankenschwester werden wollte. Für ihre Treue bekam Waltraud Konrad von Pfarrer Roeb eine Urkunde, die Kolleginnen überreichten ein Geschenk.













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