Wiesau feiert Bürgerfest mit Oldtimern und jungen Tänzerinnen

Wiesau
11.07.2022 - 12:41 Uhr

Wiesau feierte draußen und drinnen, vor allem aber gemeinsam: Das 19. Bürgerfest war diesmal verbunden mit der Wiedereröffnung des Schulsportzentrums. Dem Einzug der Vereine auf dem Gelände folgte ein buntes Programm.

Auch wenn man sich mehr Sonnenstrahlen erhofft hatte: Die gute Laune schmälerten weder der Regenschauer am Samstagabend noch die kühleren Temperaturen an beiden Bürgerfesttagen. Für Stimmung sorgte zum Auftakt Alleinunterhalter Horst Brandl. Beim Frühschoppen am Sonntag und über Mittag spielte der Musikverein Wiesau auf. Um das Wochenende musikalisch ausklingen zu lassen, hatte man auch die Zoiglkryner aus Falkenberg verpflichtet.

Geplaudert, zugeprostet und Brotzeit gemacht wurde vor und im Sportzentrum. Für die Gaumenfreuden sorgten die Wiesauer Vereine und andere Organisationen. Dank des reichhaltigen Angebots bei familiengerechten Preisen kam jeder auf seine Kosten. Oft lange anstehen mussten die Freunde von Kaffee und Kuchen. Der Frauenbund und die Junge Union teilten sich das derzeit leerstehende Restaurant, aus dem vorübergehend eine Cafeteria und eine Weinstube geworden war.

Viele folgten der Empfehlung, den heimischen Herd kalt zu lassen. Die Hoties – so werden die Schüler von der Fachschule für Hotel- und Tourismusmanagement genannt – lieferten Sauerbraten mit böhmischen Knödeln. Frisch gebratene Schnitzel mit Kartoffelsalat bot die Frauen-Union. An den Ständen gab es außerdem Currywurst, saure Bratwürste, Steckerlfische, Käse, Brezen und die beliebten Schmankerl vom Rost. Verlockend war auch der Duft gebrannter Mandeln.

Attraktionen für die Kinder waren ein kleines Karussell und eine grüne Hüpfburg in Form eines übergroßen Traktors, zur Verfügung gestellt vom Maschinenring. Glanzpunkte setzte der Turnerbund Jahn Wiesau mit seinen Tanzgruppen „Emotion“, „Devotion“ und "Temptation". Ein Zuschauermagnet, der etwas vom Festplatz weglockte, war die Oldtimer-Ausfahrt des MSC Wiesau. Start und Ziel der 82 Fahrzeuge mit einem „H“ für historisch in den Kennzeichen waren die Supermarkt-Parkplätze an der Egerstraße. Das Schnauferlrennen leitete der Vorsitzende des MSC, Franz Höcht. Die Startfahne schwang Bürgermeister Toni Dutz. Die Zeiten spielten keine Rolle, wichtig waren das Sehen und Gesehenwerden. Zu den Etappenzielen gehörten der Steinwald, das Hammerrangfest in Waldershof und die Kapplkirche bei Münchenreuth.

Zudem bereicherte der MSC das Fest mit einer Ausstellung, um mit Bildern und Zeitungsausschnitten auf 50 Jahre seit der Vereinsgründung zurückzublicken. Die Gruppe Shalom Amitié brachte sich mit ihrer anderen Art des Theaterspielens und Spazierengehens ein. Schauplatz des Geschehens, bei dem das Rad der Zeit mehrfach zurückgedreht wurde, war der alte Ortskern von Wiesau. Das 20. Bürgerfest wird – so hat es Bürgermeister Toni Dutz versprochen – bereits im kommenden Jahr gefeiert. Stattfinden wird es dann wieder am gewohnten Ort, nämlich am Marktplatz.

 
 

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