21.06.2019 - 15:51 Uhr
Wildenau bei PlößbergOberpfalz

12.000 Arbeitsstunden, 65 Hektoliter Bier und 30 Sitzungen

Zwei Wochen liegt die Mammutveranstaltung der Feuerwehr Wildenau zurück - und die Begeisterung ist noch nicht verflogen. In einer Bilanz errechnen sich rund 12.000 Arbeitsstunden.

Die komplette Feuerwehr Wildenau und die Festdamen danken allen Helfern, Sponsoren, Gönnern, Besuchern und den Einwohnern für die Unterstützung zum durchwegs gelungenen 150-jährigen Jubiläum.
von Autor LSTProfil

"Wir mussten erst einmal alles sacken lassen und uns etwas erholen, um zu verstehen, wie überwältigend das Fest war", blicken Festleiter Marcus Fritsch, Kommandant Wolfgang Bernreiter und Vorsitzende Johanna Warawko stellvertretend für den gesamten Festausschuss, bestehend aus 23 Mitgliedern, auf die Feier zum 150-jährigen Jubiläum zurück.

Über zwei Jahre lang hatte der Ausschuss in rund 30 Sitzungen das Jubiläum geplant. "Wir sind ungemein stolz, was wir auf die Beine gestellt haben, und darauf, wie unser Jubiläum angenommen wurde", sagt Warawko. "Es ist ja auch immer ein gewisses Risiko dabei, ein Fest in so einer Dimension, wie beispielsweise mit drei bekannten Bands oder einem 1600-Mann-Zelt, zu organisieren. Ein Risiko, das wir eingegangen sind, und das sich ausbezahlt hat", ergänzt Fritsch. Die Besonderheit der Veranstaltung unterstreicht auch die Tatsache, dass an den vier Festtagen weit über 5000 Besucher den Weg zum volksfestähnlich hergerichteten Festplatz fanden.

Damit aber nicht genug: Am großen Festzug am Sonntag beteiligten sich 85 Feuerwehren und Vereine, 139 Bulldogs waren am Montag beim Oldtimer-Treffen vor Ort. "Unsere Kapazitäten waren in allen Bereichen ausgereizt", erinnert sich Warawko. So zum Beispiel am Sonntag nach dem Umzug, als die Feuerwehr-Verantwortlichen im ganzen Ort noch Biergarnituren organisieren und die Brauerei Friedenfels um Getränkenachschub bitten mussten. Sonst wären 1600 Partybesucher am Abend beim Gig der "Jungen Zillertaler" auf dem Trockenen gesessen. Insgesamt wurden dann auch 65 Hektoliter Bier, 21 Hektoliter Limo und in der Bar 390 Liter Schnaps ausgeschenkt. Was das Bier dabei angeht, war es fast doppelt so viel, wie beim Weidener Bürgerfest 2018 ausgeschenkt wurde. Und zur weiteren Verdeutlichung dazu: Auf dem Gäubodenfest 2018 tranken 1,4 Millionen Besucher in elf Tagen in den sieben Festzelten 8000 Hektoliter. Das alles sei, so Warawko, ohne dem Einsatz der vielen Helfer nicht möglich gewesen. "Es waren täglich rund 80 Mitglieder, Ehrenmitglieder, Verwandte und Freunde im Einsatz, die grob geschätzt über 12 000 Arbeitsstunden ableisteten. Alleine beim Zeltauf- und abbau, die innerhalb eines Tages erledigt waren, halfen 50 Ehrenamtliche mit." Anders sei so ein Ereignis nicht zu stemmen. Ihnen wird im September bei einem Helferfest noch gedankt.

Der Dank der Feuerwehr gilt allen Unterstützern. Aber nicht nur das: "Wir hatten alles in allem 30 Sponsoren und weitere diverse Spender für die Maibaumverlosung. Zudem griffen uns auch die politischen Vertreter der Gemeinde und des Landkreises helfend unter die Arme", weiß Warawko. Ein besonderes Lob gelte, so Fritsch weiter, auch der Dorfgemeinschaft und den Wildenauer Einwohnern für die tatkräftige Hilfe. Ohne diesen Zusammenhalt wäre das Jubiläum nicht zu stemmen gewesen.

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