06.06.2019 - 15:49 Uhr
Wildenau bei PlößbergOberpfalz

Landesvater als Schirmherr

Nicht jeder wird in der Landeshauptstadt "erhört". Für die Feuerwehr Wildenau war ein Besuch beim Ministerpräsidenten ein überaus positives Erlebnis.

Das Patenbitten der Feuerwehr Wildenau beim Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder (2. v. l.) wurde erhört. Das Staatsoberhaupt übernimmt zur Freude der Abordnung mit Festleiter Marcus Fritsch, Vorsitzender Johanna Warwko, Kommandanten Wolfgang Bernreiter und Ehrenkommandanten Hermann Lindner (v. l.) die Schirmherrschaft für das 150-jährige Jubiläum, das von Freitag bis Montag stattfindet.
von Autor LSTProfil

Einen Bürgermeister oder einen Landrat als Schirmherrn? Normal! Aber einen Bayerischen Ministerpräsidenten als Paten für ein "150-Jähriges" zu gewinnen, ist sicherlich nicht alltäglich. Das gelang der Feuerwehr Wildenau, die von heute bis Montag ihr großes Jubiläum begeht.

Halbstündiger Besuch

Am Mittwochmittag erhörte das Staatsoberhaupt die Andienung der Wildenauer Abordnung. "Was für ein besonderes Erlebnis", freuen sich Festleiter Marcus Fritsch, Kommandant Wolfgang Bernreiter, Ehrenkommandant Hermann Lindner und Vorsitzende Johanna Warawko nach ihrem fast halbstündigen Besuch in der Bayerischen Staatskanzlei.

Ob Markus Söder wegen des mit feinen Sachen aus der Region bestückten Geschenkkorbes zustimmte, oder ob die Übernahme der Schirmherrschaft aufgrund der guten Kontakte Fritschs zustande kam, sei dahingestellt. Auf alle Fälle hatte der Festleiter schon weit im Vorfeld beim jetzigen Ministerpräsidenten wegen der Patenschaft angefragt. "Als Heimatminister war er damals nicht abgeneigt", blickt Fritsch zurück. Bekanntlich hält "doppelt genäht" ja besser: So nutzte der Vorsitzende des FC Bayern-Fanclubs Wildenau Ende April beim Spiel gegen den 1. FC Nürnberg nochmals die Chance und wurde beim Ministerpräsidenten, der die Partie ebenso besucht hatte, im Nürnberger Stadion erneut vorstellig. Mit Erfolg: "Schon ein paar Tage danach bekam ich per Mail die Bestätigung, dass wir die Schirmherrschaft in München andienen dürfen. Markus Söder wollte uns persönlich kennenlernen."

Gesagt, getan: Am Mittwochvormittag machte sich die vierköpfige Abordnung aus Wildenau auf den Weg in die Landeshauptstadt und kam am späten Nachmittag mit der frohen Kunde zurück: "Dr. Söder übernimmt die Patenschaft", erzählt Vorsitzende Warawko stolz. Und: "Er war super nett und freundlich und nahm sich Zeit für uns."

Sorgen vorgetragen

Zeit, die die Wildenauer Feuerwehrler zu nutzen wussten. Wiesen sie doch beim Ministerpräsidenten auf eine Problematik hin, die ihnen unter den Nägeln brennt. Konkret handelt es sich hierbei um die Tatsache, dass der Feuerwehr Wildenau ein Löschwagen mit Wasser durch die Gemeindepolitiker nicht befürwortet worden war. "Ein Umstand, der beim Ministerpräsidenten auf offene Ohren stieß. Er versprach, uns in dieser Angelegenheit zu unterstützen", berichtet Fritsch. Und nicht nur von diesem Anliegen zeigte sich das Bayerische Staatsoberhaupt angetan. Auch der Geschenkkorb, bestückt mit zwei Flaschen Bier von der Brauerei Friedenfelser und einem Jubiläums-Bierkrug in Form eines Hydranten, gefielen Söder. So war es dann nur eine Selbstverständlichkeit, dass er der Schirmherrschaft bereitwillig zustimmte.

Fest zum Jubiläum 150 Jahre Feuerwehr Wildenau:

Dorfrocker und Quertreiber

Mit einem vielseitigen Programm feiert die Feuerwehr Wildenau von heute bis Montag ihr 150-jähriges Bestehen. Für das Spektakel wurde ein großes Festzelt an der Schützenstraße aufgebaut. Den Auftakt bestreitet heute, Freitag, ab 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) die Band „Dorfrocker“. Die aus dem unterfränkischen Kirchaich stammenden Brüder Tobias, Markus und Philipp Thomann sind mit ihrem Party-Rock, der Stilelemente der volkstümlichen Musik, der Country- und Rock-Musik sowie des Schlagers enthält, bislang in über 120 Fernsehshows aufgetreten und haben in über 1200 Livekonzerten im In- und Ausland gespielt. 2017 wurden sie für sogar für den „Echo“ in der Kategorie „Volkstümliche Musik“ nominiert.

Im Vorprogramm heizen an diesem Tag die „Schwarzenbacher Schenkelzinterer“ die Stimmung an. „Volle Power – von Boarisch bis Rock“ heißt es am Samstag, 8. Juni, ab 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) mit der Band „Quertreiber“ eine fünfköpfige Band aus dem oberpfälzer Vilstal um Frontmann Thorsten Donhauser gastiert. Mit Quetschn, E-Gitarre und dem nötigen Groove vom Schlagzeug sorgen die Fünf bei jeder Veranstaltung mit ihrer schneidigen „Volxmusik“, kultigen Schlagerhits, groovigen Rock oder den angesagtesten Hits für die entsprechende Partystimmung.

Etwas ruhiger beginnt der Sonntag, 9. Juni. Nach dem Kirchenzug gegen 10 Uhr Frühschoppen, danach Mittagstisch, ab 13.30 Uhr steigt am Festplatz der große Festzug. Beim Frühschoppen und nach dem Festzug sorgt die Musikkapelle Dießfurt für Unterhaltung. Abend ab 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) werden „Die jungen Zillertaler“ auftreten. Die Gruppe aus Strass im österreichischen Zillertal mit Markus Unterladstätter, Daniel Prantl und Michael Ringler bewegt sich stilistisch im Bereich der volkstümlichen Musik. Ihren größten Single-Erfolg hatten sie mit ihrer Version von „So a schöner Tag“, die zuvor für „Donikkl“ ein Hit auf dem Münchener Oktoberfest gewesen war.

Zum Abschluss am Montag, 10. Juni, findet ab 10 Uhr im Festzelt ein traditioneller Frühschoppen statt, Musik durch Alleinunterhalter Mike Hämpl. Gleichzeitig geht das Bulldog- und Oldtimer-Treffen mit Rundfahrt über die Bühne. Einzelkarten für „Dorfrocker“, „Die jungen Zillertaler“ und für die „Quertreiber“ an der Abendkasse erhältlich.

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