10.11.2019 - 15:27 Uhr
Wildstein bei TeunzOberpfalz

Trockene Sommer bereiten Sorgen

Die Wasserversorgung gehört in die kommunale Hand. Das stellen die Wassermeister aus den Kommunen des Landkreises bei ihrem Treffen deutlich heraus. Themen sind Überwachung und Desinfektion von Anlagen. Und auch ein "Plan B" wird erläutert.

Zum Nachbarschaftstag der Wassermeister der Kommunen des Landkreises gehörte auch ein praktischer Ausbildungsteil.
von Christof FröhlichProfil
Torsten Hergenröther leitete das Treffen der Wassermeister.

Der 58. Nachbarschaftstag der "Wasserwerk-Nachbarschaften Schwandorf" fand im Gasthaus Lang in Wildstein statt. Wassermeister Torsten Hergenröther begrüßte die 55 Teilnehmer aus den Kommunen des Landkreises. Die bisher größte Teilnehmerzahl mache deutlich, dass sich die Kommunen des großen Stellenwerts und des guten Ausbildungsstandes ihres "Wasser-Fachpersonals" bewusst sind. Schließlich seien es die Wassermeister, die Tag für Tag sicherstellen, dass den Bürgern das "Lebensmittel" Wasser in ausreichender Menge und in bester Güte zur Verfügung steht.

Verbundleitungen helfen

Der zweite Bürgermeister der Gemeinde Teunz, Robert Hechtl, dankte dafür, dass diesmal die Gemeinde Teunz und das Gasthaus "Zum Wildenstein" zur Ausrichtung dieses Nachbarschaftstages ausgewählt worden sind. Er stellte den Teilnehmern aus dem gesamten Landkreis die Gemeinde vor, die in punkto Wasserversorgung gut aufgestellt ist und über drei Wasserversorgungsanlagen verfügt. "Versuche, die Wasserversorgung zu privatisieren müssen abgewendet werden", betonte Hechtl. Denn die Versorgung der Bürger mit Trinkwasser müsse in der Hand der Kommune bleiben, da man sich in keine Abhängigkeit von privater Seite begeben dürfe.

In seinen Ausführungen mit der Überschrift "Aktuelles aus der Wasserwirtschaft", erinnerte Torsten Hergenröther an den trockenen Sommer 2018, der einige Kommunen bereits an ihre Grenzen herangeführt habe. Hier hätten sich vielerorts die "guten Nachbarschaften" untereinander und die Aushilfe über Verbundleitungen bewährt.

In einem kurzen Video stand der hohen Stellenwert einer reibungslosen und guten Wasserversorgung im Fokus. Dabei sei das Können und Fachwissen der "kommunalen Wasserversorger" in der Person der Wassermeister gefragt. Dies sei besonders in Problemfällen von entscheidender Bedeutung. Hergenröther stellte auch die Problematik bei einem Stromausfall über einen längeren Zeitraum hinweg in den Raum und appellierte an die Anwesenden, für diese Notlage einen "Plan B" in Form eines Notstromaggregats bereitzuhalten, um die Wasserversorgung sicherstellen zu können. Die weiteren Themen an diesem Vormittag waren die fachkundige Trinkwasserüberwachung, die Desinfektion von Wasserverteilungsanlagen, die mikrobiologische Eigenkontrolle und technische Hinweise für den Umgang mit den erforderlichen Gerätschaften in Theorie und Praxis. Einmal mehr spielten dabei auch Tipps und Hinweise von praxiserfahrenen Teilnehmern eine große Rolle, die ein wichtiger Teil dieser Nachbarschafts-Tagungen sind.

Ortstermin am Hochbehälter

Nach einem von der Familie Lang zubereiteten Mittagessen stellte der Teunzer Wassermeister und Bauhofchef Josef Fuchs die Trinkwasserversorgung im Ortsteil Wildstein vor. Bei der Besichtigung wurden zahlreiche Fragen aufgeworfen, die von den anwesenden Fachleuten beantwortet wurden.

Deutlich ist bei diesem 58. Nachbarschaftstag aber auch geworden, dass die Wassermeister nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten arbeiten können. Denn gerade in Trockenperioden, wie sie wohl in der Zukunft vermehrt zu erwarten sind, sind sie auf die Vernunft und den sparsamen Umgang der Bürger mit Trinkwasser angewiesen.

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