13.11.2020 - 11:48 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

25.000 Kotbeutel für 331 Hunde

Im Stadtgebiet Windischeschenbach gibt es sieben Behälter mit Hundekotbeuteln. Der Jahresverbrauch ist schwer zu schätzen. Nun ermittelt der Bauhof Zahlen. Dies ist nicht die einzige Information im Stadtrat.

Am Geh- und Radweg Richtung Gleißenthal ist einer von sieben Behältern angebracht, in denen Hundekotbeutel angeboten werden.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

In der Oktobersitzung verabschiedete der Stadtrat eine neue Hundesteuersatzung. Dabei waren auch die Hundekotbeutel ein Thema, die an sieben verschiedenen Plätzen im Stadtgebiet kostenlos angeboten werden. Um die Umwelt zu schonen, kam aus dem Gremium die Anregung, statt der bisher verwendeten Plastikbeutel alternativ Beutel aus Maisstärke zu verwenden. Die Verwaltung hat nun geprüft, was dies kosten würde. Die herkömmlichen Plastikbeutel gibt es für 19,52 Euro pro 1000 Stück, die aus Maisstärke kosten erheblich mehr und würden mit 54,99 Euro pro 1000 Stück zu Buche schlagen. Insgesamt werden 25.000 Beutel im Jahr verbraucht. "Bei 331 Hunden ist das nicht allzu viel", meinte Bürgermeister Karlheinz Budnik.

Auch wenn vieles momentan nicht möglich ist, gibt es auch erfreuliche Mitteilungen. Der Gebirgs- und Trachtenverein "D'Waldnaabtaler" erhält für seine hervorragende Jugendarbeit den Kulturpreis des Landkreises 2020. Neben dem Windischeschenbacher Verein gibt es zwei weitere Preisträger. Ebenfalls erfreulich ist, dass die Stadt Windischeschenbach sich in diesem Jahr wieder über 600.000 Euro Stabilisierungshilfe freuen kann. Budnik erinnerte daran, dass mit diesem Geld auch eine höherer Fördersatz verbunden ist. Nur so habe die Stadt beispielsweise einige Gemeindeverbindungsstraße sanieren können.

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Windischeschenbach

Der Volkstrauertag am Sonntag kann zwar nicht wie gewohnt stattfinden, soll aber keineswegs ins Wasser fallen. Nach den Gottesdiensten am Samstag um 18.30 Uhr in Windischeschenbach, am Sonntag um 9 Uhr in Neuhaus und am Sonntag um 19 Uhr in Bernstein erfolgt zeitnah ein Gedenkakt an der jeweiligen Gedächtnisstätte. Der sonst übliche Marsch dorthin entfällt dieses Jahr. Da die Feier nur im kleinsten Kreis stattfindet, erfolgt keine Einladung an die Bevölkerung und die Vereine.

Stets gut besucht sind die Bürgerversammlungen, die üblicherweise Anfang Dezember abgehalten werden. In Windischeschenbach und Neuhaus interessieren sich im Schnitt 100 Zuhörer für das Stadtgeschehen, in Bernstein sind es 45. Aufgrund der Corona-Einschränkungen sind die Versammlungen jedoch nicht möglich und werden bis auf weiteres verschoben. SPD-Sprecher Werner Sauer wollte wissen, ob es nicht möglich sei, per Livestream die Bürger zu informieren. Budnik erachtete dies nicht als sinnvoll. "Unser Rathaus steht für alle möglichen Anliegen offen", sagte er.

Im September hat der Stadtrat entschieden, eine Klärschlammpresse anzuschaffen. Vom Wasserwirtschaftsamt gibt's nun erfreuliche Nachrichten. Die Stadt bekommt einen Zuschuss in Höhe von 531.297 Euro. Die Gesamtkosten liegen bei 758.996 Euro.

Durch die Erneuerung der Entwässerungseinrichtung in den vergangenen Jahren kamen auch auf die Bürger Kosten zu. Diese wurden auf vier Raten aufgeteilt. Drei davon waren bereits 2017, 2018 und 2019 fällig, die vierte wird voraussichtlich erst 2022 erfolgen.

Die jährliche Kalkulation der Gebühren für die Wasserversorgung hat ergeben, dass diese aufgrund gestiegener Betriebskosten (Personal, Strom, Bewirtschaftung) nicht mehr kostendeckend sind. Der bisherige Wasserpreis liegt bei 1,85 Euro pro Kubikmeter Wasser, die Kalkulation für 2021 kommt auf 1,90 Euro.

Um Feuerwehreinsätze abrechnen zu können, hat die Stadt eine Satzung, deren Kostensätze einer Kalkulation des Bayerischen Gemeindetags entnommen sind. Da das Verwaltungsgericht eine pauschale Übernahme dieser Sätze nicht anerkennt, musste eine eigene Kalkulation gemacht werden. Der Stadtrat stimmte der neuen Satzung zu.

Aus dem nichtöffentlichen Teil der vergangenen Sitzung werden folgende Beschlüsse bekanntgegeben. Die Firma Käß-Bau aus Neuhaus übernimmt die Platzgestaltung für die Zoiglskulptur und die Errichtung des Infopoints in Braugasse sowie die Baumeisterarbeiten für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Neuhaus. Der Auftrag für die Tragwerksplanung für eine neue Schlammentwässerungshalle geht an das Ingenieurbüro Gekeler-Vielgut aus Windischeschenbach. Der Bauhof bekommt einen neuen Unimog für den Winterdienst. Außerdem wird die Stelle eines Bauhofmitarbeiters ausgeschrieben.

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