06.08.2018 - 15:43 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Bohrturm von Streicherklängen umweht

Seit 15 Jahren kommen die Windischeschenbacher nun schon in den Genuss jährlicher Sommerkonzerte an der KTB mit der Flötistin Viola Schweinfurter aus Bärnau und weiteren professionellen Musikern.

Von links: Viola Schweinfurter, Artur F. Wendt, Anna David, Michael Gareis
von Inge WürthProfil

(wrt) Zu der Aufführung am Bohrturm findet sich jeweils schon ein Stammpublikum ein, jedoch ist es auch für Einsteige eine gute Gelegenheit, ganz zwanglos einmal klassische Musik zu hören - nicht im großen Konzertsaal, sondern in eher wissenschaftlich-praktischer Umgebung wie den Räumen des Geo-Zentrums. Dort begrüßte Georg Stahl, Landtagsabgeordneter a. D. und Vorsitzender des Träger- und Fördervereins GEO-Zentrum an der KTB, die Gäste. Stahl freute sich, dass durch dieses Konzert „ein Hauch großen Konzertbühnen“ durch das Geo-Zentrum weht. Neben Viola Schweinfurter (Flöte) wirkten Artur F. Wendt (Violine), der dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz und dem Festspielorchester Bayreuth angehörte, Anna David (Viola) vom Kammerorchester Regensburg und Michael Gareis (Violoncello) vom Philharmonischen Orchester des Landestheaters Coburg mit. Das Quartett hatte sich für das Programm Stücke der Wiener Klassik des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts ausgesucht. Eröffnet wurde das Konzert mit einem Stück von Caspar Kummer. Ein Trio von Joseph Haydn brachten nur die Streicher zu Gehör. Bei den Sätzen „Allegretto ed innocente“ und „Presto“ überzeugte nicht nur das harmonische Zusammenspiel, sondern auch, wie die Musik von Wendt „gelebt“ und mit Körpereinsatz an der Violine umgesetzt wurde. Nach der für Solisten und Publikum dringend nötigen Pause bei hochsommerlichen Temperaturen mit Zeit für Erfrischungen und Abkühlung, brachte der zweite Teil des Programmes Variationen von „Reich mir die Hand mein Leben“ aus Don Giovanni von Mozart, bearbeitet für Flöte, Violine und Viola von Ludwig von Beethoven. Auch wer sich mit klassischer Musik nicht näher befasst, kennt diese bekannte Arie. Das Quartett in G-Dur von Christian Cannabich brachte schließlich wieder alle vier Musiker vor das Publikum. Stahl meinte, der Abend habe gezeigt, dass das GEO-Zentrum nicht nur mit Geologie und Steinen glänze. Dass die Zuhörer ganz seiner Meinung waren, zeigte der anhaltende Applaus, der die Akteure noch zu Zugaben bewog. Mit Blumen und Zoigl wurde das Quartett verabschiedet.

Georg Stahl (links) dankt (von links) Viola Schweinfurter, Anna David, Artur F. Wendt und Michael Gareis.

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