25.05.2018 - 11:06 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Bürokratie gegen Bioqualität

Bioqualität und Regionalität sind eine gute Mischung. Das Konzept von Biobäcker Georg Forster kommt an. Dennoch hat er zu kämpfen: Die Bürokratie macht ihm sehr zu schaffen.

Georg Forster (links) führt Albert Rupprecht und die Mitglieder des CSU-Ortsverbands durch seine Biobäckerei.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

(mic) Die Besucher staunen, als Biobäcker Georg Forster den Deckel hebt. In dem großen Bottich befindet sich Sauerteig. "Er wirft schon Blasen", erklärt Forster. Der Teig darf noch viele Stunden ruhen, bevor er zu Brot verarbeitet wird. "Wir benutzt keine Zusatzstoffe, deshalb dauert es auch so lange."

Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht und der CSU-Ortsverband mit dem neuen Vorsitzenden Alexander Herzner an der Spitze folgten neugierg dem Bäckermeister, der sie durch seine Backstube führte. Die Bäckerei Forster steht nicht nur für Bioqualität, sondern zeichnet sich auch dadurch aus, dass sie auf Regionalität großen Wert legt.

Das Mehl kommt von der Gailertsreuther Mühle, die Eier vom Biohof Vollath aus Gösen, auch die Gewürze stammen aus dem Landkreis, nämlich aus Leuchtenberg. Viele Verbraucher würden mittlerweile großen Wert auf Qualität legen. "Was essen wir eigentlich?", sei eine Frage, die immer mehr Menschen beschäftigen würde, informierte der Biobäcker. Forster verkauft seine Backwaren nicht nur in Windischeschenbach, sondern beliefert Naturkostläden, Metzgereien und Verbrauchermärkte in der gesamten Region. Obwohl das Konzept aus Bio und Regionalität gut ankommt, läuft nicht alles rund. "Die Bürokratie macht uns sehr zu schaffen", bedauert der Biobäcker. "Ich spreche da sicher für alle kleinen und mittelständischen Betriebe." Ein großes Ärgernis sei die neue Datenschutzverordnung, die ihm das Leben schwer mache. Rupprecht notierte sich die vielen Punkte, die nicht nur Forster, sondern auch die Mitglieder des CSU-Ortsverbands vorbrachten. Auch dem Abmahnwahn müsse man den Wind aus den Segeln nehmen.

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