Windischeschenbach
04.12.2018 - 13:07 Uhr

Deprimierte Museumsbetreuer

Das Interesse am Windischeschenbacher Stadtgeschehen ist groß. Etwa 100 Bürger kommen zur Bürgerversammlung und eine Reihe nützt die Möglichkeit, ihre Anliegen anzubringen. Zum Beispiel die Sperrung der Burgstraße.

Informationen aus erster Hand gibt es bei der Bürgerversammlung. Gut 100 Windischeschenbacher sind die die Schulaula gekommen. Bild: fz
Informationen aus erster Hand gibt es bei der Bürgerversammlung. Gut 100 Windischeschenbacher sind die die Schulaula gekommen.

Ein Vertreter vom Museum „Neuhauser Burg“ hätte gerne, dass die dieser Weg nicht dauerhaft gesperrt wird. Ältere Menschen, sie seien die Mehrzahl der Besucher, könnten das Museum nicht mehr anfahren. Die Besucherzahl gehe dadurch drastisch zurück, erklärte der Redner. Es ist frustrierend, vier Stunden im Museum zu sitzen und nicht ein einziger Besucher kommt." Im Grunde gebe es diese Verkehrsregelung seit zehn Jahren, antwortete Bürgermeister Karlheinz Budnik. Eine Beschränkung nur für Veranstaltungen sei nicht möglich. "Diese Sperrung schützt Anwohnerrechte."Die Stadt habe jedoch die Möglichkeit, spezielle Zufahrtsgenehmigungen zu erteilen.

Ein weiterer Fragesteller wollte wissen, ob beim Neubau der Kindergarten, die Kita und die Grundschule nicht zu einer Einheit zusammengeführt werden könnten. Damit hätte man nur ein Gebäude. Bürgermeister Budnik klärte auf, dass sechs Varianten geprüft wurden, die eine Zusammenführung vorsahen, aber nicht wirtschaftlich waren. Die Stadt müsse sich der wirtschaftlichsten Variante beugen, verlangt der Fördergeldgeber.

Ob es schon einen Standort für das Zoigldenkmal gibt, wollte ein anderer Bürger wissen. Der Stadtrat hatte sich zwar für den Platz vorne auf dem Stadtplatz entschieden, "aber sicher ist noch nichts", antwortete Budnik. Aufklärung zur Versteigerung des Bahnhofs erhoffte sich ein Zuhörer. Der Bürgermeister verlas das Bieterprotokoll und stellte abschließend fest, dass er große Hochachtung davor habe, wie sein Stellvertreter Erich Sperber hier im Sinne der Stadt gehandelt habe. Der Glasfaserausbau war ein weiteres Thema. "In Gewerbegebieten geht es voran, aber wir Private bleiben außen vor", kritisierte ein Bürger. Darauf entgegnete der Bürgermeister, dass durch die Neuerschließung der Gewerbegebiete Glasfaser möglich war. Ansonsten gehe der Ausbau bis zu den Verteilerkästen, was eine gewisse Übertragungsrate sichere. Von dort in die einzelnen Häuser zu gehen, würde 15 Millionen Euro kosten. Es müssten alle Straßen aufgerissen werden.

Drei Anfragen hatte ein weiterer Zuhörer: Er wollte wissen, ob in der Machbarkeitsstudie bei der Schulsanierung auch die technische Ausstattung enthalten sei und ob der Schuldenabbau ausschließlich auf die Stabilisierungshilfen zurückzuführen sei? Zudem kritisierte er eine fehlende Radwegeanbindung nach Süden, Osten und Westen. Bürgermeister Budik informierte dass bei der Schule zunächst einmal die Bausubstanz im Focus stünde. Hierzu lägen drei Varianten vor. Der Fördergeldgeber werde letztendlich die Entscheidung treffen. Selbstverständlich soll die Digitalisierung eine Rolle spielen, versicherte Budnik. Der Schuldenabbau sei durch eine Umschuldung, aber auch mit Hilfe der Stabilisierungsgelder bewerkstelligt worden. Keine konkreten Pläne gebe es zur Radweganbindung.

 
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