19.02.2020 - 10:51 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

"Dornrose" hilft vielen Kindern und Jugendlichen

Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Namen "Dornrose"? Das erfahren die Teilnehmer der Mitgliederversammlung der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Nordoberpfalz bei ihrer Tagung in Windischeschenbach.

Elisabeth Scherb (links) und Ilkay Gebhardt stellen die Beratungsstelle "Dornrose" vor.
von Walter BeyerleinProfil

Vorsitzender Thomas Fehr und die Hausherrin im Haus St. Elisabeth, Hannelore Haberzett, hießen die rund 40 Mitglieder willkommen. Elisabeth Scherb und Ilkay Gebhardt stellten die Fachberatungsstelle "Dornrose" vor, die für die Landkreise Tirschenreuth, Neustadt/WN und die Stadt Weiden, zuständig ist. Die Fachberatungsstelle für Frauen und Kinder bei sexualisierter Gewalt erfülle ihre Aufgaben der Beratung und Prävention mit derzeit 2,3 Stellen und einem absolut geringen Verwaltungsaufwand. "Die Fachberatungsstelle gibt es seit 1993", berichtete Scherb. Neben der Beratung und Prävention steht die Öffentlichkeitsarbeit auf der Agenda.

Die Beratung Betroffener erfolge telefonisch, aber auch im persönlichen Gespräch. In den vergangenen Jahren hatte die Fachberatungsstelle im Durchschnitt in 140 Fällen Unterstützung zu leisten. Der zu beratende Personenkreis umfasst Frauen, Jungen und Mädchen. Im Jahr 2018 waren 25 Prozent der Betroffenen unter 14 Jahre alt, 18 Prozent bis 18 Jahre und rund 46 Prozent über 21 Jahre alt.

In 41 Prozent der Fällen drehte es sich um sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen, bei 18 Prozent lagen Verdachtsmomente dafür vor. Die erfahrenen Fachkräfte führen über nicht nur die Gespräche mit den Betroffenen, sie besuchen auch Schulen und Kindergärten, um dort Vertrauen zu gewinnen. Das ist aber nur ein Teil der Öffentlichkeitsarbeit, zu der auch mediale Präsenz, die Herausgabe von Broschüren und soziale Netzwerke gehören.

Die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft Nordoberpfalz traf sich zu ihrem quartalsmäßigen Erfahrungsaustausch im Heim St. Elisabeth in Windischeschenbach.
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