23.06.2020 - 09:52 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Erster Familienworkshop am Geo-Zentrum

Steine sind voller Geheimnisse. Um einigen davon auf die Spur zu kommen, veranstaltete das Geo-Zentrum an der Kontinentalen Tierfbohrung (KTB) unter dem Titel „Steinreich“ den ersten von drei Familienworkshops.

Ein Versuch mit verdünnter Salzsäure. Die Kinder sehen Umweltpädagogin Andrea Mack gespannt zu.
von Redaktion ONETZProfil

Umweltpädagogin Andrea Mack, die das Programm zusammengestellt hatte, freute sich, dass bei jeder der drei über den Tag verteilten, etwa 90-minütigen Erkundungen jeweils zwei Familien entsprechend der Corona-Einschränkungen Interesse am Thema zeigten. Sie waren mit Eifer bei der Sache und verbrachten eine spannende Zeit damit zu forschen, zu experimentieren und zu mikroskopieren.

Am ersten Workshop um zehn Uhr nahmen Grundschüler von sieben bis neun Jahren mit ihren Eltern teil, um 13 Uhr und 15 Uhr Kinder zwischen vier und sieben Jahren. „Cool“, meinte Erik (7) zur Ankündigung, selbst mal einen Stein, herzustellen. Und Jorik (5) fügte hinzu, er mache gleich zwei. Dazu wurden kleine Muscheln oder Schneckenhäuschen in eine als „dicken Pfannkuchen“ geformte Knetmasse gedrückt, wieder vorsichtig herausgezogen und die Vertiefung mit Gipsbrei ausgegossen. Als nach einer knappen Stunde des Trocknens der Knetteig abgedrückt wurde, blieb ein beeindruckendes „Lügenfossil“ zurück, das mit Öl bestrichen und natürlich mitgenommen werden durfte.

Doch bis es soweit war, ging es ins Steinlabor. Da gab es allerhand Steine zu bestaunen, unterschiedlich in Farbe, Gewicht und Aussehen. „Kann ein Stein schwimmen?“ Für Emi (6) gab es da keine Zweifel. Und wirklich: Der gelöcherte graue Bims blieb tatsächlich an der Oberfläche, während der schwarz gefärbte Vulkanstein unterging. Beide wurden anschließend unter dem Mikroskop untersucht. Der eine war sehr porös und die Kinder entdeckten gar ein Glitzern.

Teile des schwarzen Steines dienten mit ihren scharfen Kanten für die Steinzeitmenschen als Speerspitzen. Mit einem ebenfalls schwarzen Stein konnte man auf einem Stück Papier malen oder seinen Namen schreiben. „Ich hör was!“, stellte Jorik fest, als Mack auf die Muscheln und einen Kalkstein mit Ausbuchtungen stark verdünnte Salzsäure gab und es zu sprudeln begann: Beweis, dass Stein und Muscheln aus demselben Material bestehen.

Dann versuchten sich die mit Schutzbrillen ausgerüsteten Väter und ihre Sprösslinge mit Feuermachen: eine mühselige und Geduld erfordernde Arbeit mit einem Feuerstein und einem Stück Eisen, die aber schließlich vom Erfolg gekrönt wurde. „Beim Erik hat's gefunkt!“ erkannte sein Bruder. So verging die Zeit im Labor für alle wie im Flug. Doch zu jedem Workshop gehört auch ein Erlebnisrundgang durch die Ausstellung mit Mineraliensuche im Sandkasten, Erdbebensimulator und Schatzkiste sowie ein unbegrenzter Aufenthalt im Hause innerhalb der Öffnungszeiten.

Experimentieren mit dem Mikroskop.
Familienworkshops:

Tiere, Pflanzen, Boden

Die Familienworkshops finden mit neuen Themen ihre Fortsetzung. Am Sonntag, den 5. Juli wird bei „Tiere, Pflanzen und Boden“ die Natur im Labor nach Lebewesen untersucht und mikroskopiert. Am 19. Juli dreht sich alles um Energie. Die Kinder erleben, was es mit Energie und Strom auf sich hat, experimentieren mit alternativen Energien und erproben die eigene Energie auf dem Energiefahrrad. Anmeldungen sind wieder unter mack[at]geozentrum-ktb[dot]de oder Telefon 09681/4004310 erforderlich.

Kann ein Stein wirklich schwimmen?
Heiße Diskussionen
Emi hält stolz ihren selbst gemachten Fossilstein in Händen.
Funkenschlagen ist anstrengend.

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