10.06.2021 - 09:14 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Feuerwehr Neuhaus: Baustelle mit der schönsten Aussicht

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Zwei Ortstermine und eine umfangreiche Tagesordnung beschäftigten den Bauausschuss Windischeschenbach in seiner Sitzung. Das Gremium besichtigt die Baustelle in der Braugasse und sieht sich im Rohbau des Neuhauser Gerätehauses um.

Thomas Wilhelm (Mitte) informiert den Windischeschenbacher Bauausschuss über den Fortschritt der Arbeiten am neue Neuhauser Gerätehaus.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Zu Beginn der Sitzung des Bauausschusses hält Bautechniker Thomas Treml das Gremium über verschiedene Maßnahmen im Stadtgebiet auf dem Laufenden. Das Unwetter, das am Wochenende über Windischeschenbach hinweg gezogen war, habe zum Glück keine nennenswerten Schäden hinterlassen. Das Wasser aus dem Bach hat zwar die Zoigleck-Baustelle überflutet, jedoch ist nichts beschädigt worden. "Das hat auf dem Bild nur ziemlich wild ausgesehen", sagte Treml.

Die Straße nach Dietersdorf sei mittlerweile geschottert worden. Auch der Schaden am Kanal sei doch nicht so groß gewesen, wie zunächst befürchtet und habe sich mit kleineren Maßnahmen reparieren lassen. Vorwärts geht's auch in der Kläranlage, wo die Fundamente für die Klärschlammpresse fertig sind. Bis Ende August könnte die Halle stehen.

Damit das Landesamt für Digitalisierung in die denkmalgeschützte Stützelvilla einziehen kann, sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen notwendig. Der Unterkunftstrakt und das Hausmeisterhaus werden jedoch abgerissen. Auch das Dienstgebäude, das an dieser Stelle gebaut werden soll, wird nach modernen denkmalrechtlichen Vorgaben erstellt. "Der Freistaat erfüllt hier seine Vorbildfunktion", sagte Bürgermeister Karlheinz Budnik. "Aus Sicht der Stadt spricht nicht dagegen, dafür das denkmalrechtliche Einvernehmen zu erteilen." Das Gremium sah dies ebenso.

Ebenfalls grünes Licht gab es für eine Bauvoranfrage, in der Nähe des Bahnhofs ein Einfamilienwohnhaus zu errichten. Das Grundstück kann erschlossen werden, allerdings müssten die Leitungen über das Nachbargrundstück laufen. "Wenn sich die Nachbarn über eine Grunddienstbarkeit einigen, könnte auch das Landratsamt zu stimmen", sagte Budnik.

Bei den nächsten drei Punkte handelte es um sogenannte isolierte Befreiungen für ein Gewächshaus, eine Bruchsteinmauer zur Grundstückseinfassung und eine weitere Umzäunung. Beim Gewächshaus wurden die Baugrenzen überschritten, die Steinmauer sollte mit 1,60 Meter höher werden als im Bebauungsplan vorgeschrieben und die Einfriedung soll aus zwei Materialen und nicht wie im Bebauungsplan aus einem Material bestehen. Dem wollte der Bauausschuss nicht im Wege stehen.

Das Gremium erteilte das gemeindliche Einvernehmen außerdem für den Bau eines Einfamilienhauses in Neuhaus, dem Einbau von Dachgauben und für die Nutzungsänderung einer Scheune in einen Heizraum.

Im Anschluss trafen sich die Mitglieder in der Braugasse, um sich vom Baufortschritt am Zoigleck zu überzeugen. "Die Arbeiten laufen in der vierten Woche", informierte Bürgermeister Budnik. Die Zisterne, die den Brunnen speisen wird, ist ebenso fertig wie das Fundament. Der Brunnen in Form eines Zoiglsterns, in dessen Mittelpunkt die Zoiglskulptur gesetzt wird, besteht aus Flossenbürger Granit. Um Besuchern einen Einblick ins Brauwesen zu geben, werden die Fenster des Kommunbrauhauses vergrößert. Vervollständig wird das Ensemble mit einer Sitzbank, einem Sonnensegel und einer Info-Tafel.

Frank Brünnig schlug im Namen der SPD-Fraktion vor, ein Terminal aufzustellen, an dem sich jeder, der möchte, fotografieren und dieses Bild gleich durch Eingabe einer E-Mail-Adresse wohin auch immer schicken kann. Dieses Terminal könne zugleich als Überwachungskamera dienen, um das Zoigleck vor Vandalismus zu schützen.

Zum Abschluss der Sitzung führte Thomas Wilhelm das Gremium durch den Rohbau des neuen Gerätehauses in Neuhaus. Die Fundamente für die Fahrzeughalle stehen bereits. Die Umkleiden sind für 70 Aktive ausgelegt. Da mittlerweile auch ein paar Frauen dabei sind, gibt es für sie eine eigene Umkleide mit separatem Eingang. Der Raum soll eine Lüftungsanlage bekommen, die immer läuft. Dies hat den Vorteil, dass die Kleidung schneller trocknet. Auf dieser Etage entstehen außerdem Sanitärbereiche, ein Abstellraum, eine Küche, ein Floriansstüberl zum gemütlichen Beisammensitzen sowie ein weiterer großer Raum, der für interne Schulungen mit bis zu 50 Personen genutzt werden kann.

Ein Stockwerk tiefer wird ein Jugendraum, ein Büro für den Kommandanten und die Heizung untergebracht. Das Dach soll mit einer Photovoltaikanlage bestückt werden. Wenn die Fenster drin sind, kann der Innenausbau erfolgen. "Dann können die Kameraden viel selber machen", erklärte Wilhelm. Das neues Feuerwehrhaus könne im Katastrophenfall mit einem Notstromaggregat betrieben werden und als Unterkunft dienen.

"Das wird kein Prunkbau, sondern ist alles sehr zweckmäßig", schloss Thomas Wilhelm seine Ausführungen. Auch wenn die Mitglieder der Feuerwehr Neuhaus kaum Zeit haben werden, dies zu genießen: Das neue Gebäude bietet einen herrlichen Panoramablick auf Windischeschenbach.

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Windischeschenbach

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