Windischeschenbach
05.10.2018 - 17:23 Uhr

Für besseres Sehen

Wie wirken sich altersbedingte Augenerkrankungen im Alltag aus? Welche Hilfsmittel und Rehabilitationsangebote gibt es, wenn die Lesebrille nicht mehr ausreicht? Fragen rund um das Sehen werden im AWO-Seniorenheim beantwortet.

Wer besser sieht, hat gute Karten. Eine Sehbeeinträchtigung hat vielfältige Auswirkungen auf die Selbständigkeit und Teilhabe von Senioren an gemeinsamen Aktivitäten. Bild: Blindeninstitutsstiftung
Wer besser sieht, hat gute Karten. Eine Sehbeeinträchtigung hat vielfältige Auswirkungen auf die Selbständigkeit und Teilhabe von Senioren an gemeinsamen Aktivitäten.

Bis ins hohe Alter Zeitung lesen, sich sicher fortbewegen, aktiv sein – wie können Bewohner einer Pflegeeinrichtung möglichst lange am gesellschaftlichen Leben teilhaben? Eine Grundvoraussetzung dafür ist, gut sehen zu können. Die Senioreneinrichtung der Arbeiterwohlfahrt in Windischeschenbach nimmt deshalb am ersten kassenübergreifenden Präventionsprogramm in Bayern teil.

Wie wichtig gutes Sehen für nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens ist, wird meistens erst bei einer Abnahme des Sehvermögens im Alter deutlich: Lesen und Schreiben werden trotz Brille mühsam, die Gefahr von Stürzen steigt, selbst das Essen und die Körperhygiene können zu einer Herausforderung werden.

Um auf die besonderen Bedürfnisse sehbeeinträchtigter Bewohner aufmerksam zu machen und Hindernisse in deren Alltag abzubauen, ist ein Team vom Blindeninstitut Würzburg in der nächsten Woche zu Gast in der Senioreneinrichtung.

Mittels Selbsterfahrung, Fortbildung und Beratung sollen Leitungskräfte und Beschäftigte mit den nötigen Kenntnissen ausgestattet werden, um für die Herausforderungen einer zunehmenden Anzahl blinder und sehbeeinträchtigter Pflegebedürftiger gewappnet zu sein. Es gibt orthoptische Sehüberprüfung und Beratung berät sie im Hinblick auf Hilfsmittel, Beleuchtung und Rehabilitationsmaßnahmen.

Das Angebot richtet sich nicht nur an die Bewohner und die Beschäftigten der Pflegeeinrichtung. Zu der Veranstaltung am Mittwoch, 10. Oktober um 17 Uhr sind Angehörige und weitere Interessierte eingeladen.

Im Anamnesegespräch mit sehauffälligen Bewohnern wird auch geklärt, wie lange der letzte Besuch beim Augenarzt zurückliegt – in vielen Fällen mehrere Jahre. Bild: Blindeninstitutsstiftung
Im Anamnesegespräch mit sehauffälligen Bewohnern wird auch geklärt, wie lange der letzte Besuch beim Augenarzt zurückliegt – in vielen Fällen mehrere Jahre.
Die Sehüberprüfung zeigt: Oftmals schätzen die Bewohner ihr Sehvermögen besser ein, als es tatsächlich ist. Bild: Blindeninstitutsstiftung
Die Sehüberprüfung zeigt: Oftmals schätzen die Bewohner ihr Sehvermögen besser ein, als es tatsächlich ist.
Das Präventionsteam überprüft, ob sich blinde oder sehbeeinträchtigte Bewohner im Gebäude barrierefrei bewegen können. Bild: Blindeninstitutsstiftung
Das Präventionsteam überprüft, ob sich blinde oder sehbeeinträchtigte Bewohner im Gebäude barrierefrei bewegen können.
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