Bis ins hohe Alter Zeitung lesen, sich sicher fortbewegen, aktiv sein – wie können Bewohner einer Pflegeeinrichtung möglichst lange am gesellschaftlichen Leben teilhaben? Eine Grundvoraussetzung dafür ist, gut sehen zu können. Die Senioreneinrichtung der Arbeiterwohlfahrt in Windischeschenbach nimmt deshalb am ersten kassenübergreifenden Präventionsprogramm in Bayern teil.
Wie wichtig gutes Sehen für nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens ist, wird meistens erst bei einer Abnahme des Sehvermögens im Alter deutlich: Lesen und Schreiben werden trotz Brille mühsam, die Gefahr von Stürzen steigt, selbst das Essen und die Körperhygiene können zu einer Herausforderung werden.
Um auf die besonderen Bedürfnisse sehbeeinträchtigter Bewohner aufmerksam zu machen und Hindernisse in deren Alltag abzubauen, ist ein Team vom Blindeninstitut Würzburg in der nächsten Woche zu Gast in der Senioreneinrichtung.
Mittels Selbsterfahrung, Fortbildung und Beratung sollen Leitungskräfte und Beschäftigte mit den nötigen Kenntnissen ausgestattet werden, um für die Herausforderungen einer zunehmenden Anzahl blinder und sehbeeinträchtigter Pflegebedürftiger gewappnet zu sein. Es gibt orthoptische Sehüberprüfung und Beratung berät sie im Hinblick auf Hilfsmittel, Beleuchtung und Rehabilitationsmaßnahmen.
Das Angebot richtet sich nicht nur an die Bewohner und die Beschäftigten der Pflegeeinrichtung. Zu der Veranstaltung am Mittwoch, 10. Oktober um 17 Uhr sind Angehörige und weitere Interessierte eingeladen.
















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