04.05.2021 - 15:25 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Geo-Zentrum an der KTB in Windischeschenbach wieder geöffnet

"Mir fällt ein Stein vom Herzen,“ sagt Dr. Frank Holzförster. Der Leiter des Geo-Zentrums an der KTB freut sich, dass seine Einrichtung nach sechs Monaten Zwangsschließung wieder ihre Pforten für Besucher aufsperrt.

Im Schatten des Bohrturms am Geo-Zentrum an der KTB können Besucher wieder Ausstellungen und die Umweltstation besuchen.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Am 2. November 2020 mussten Ausstellung, Labor und Umweltstation des Geo-Zentrums an der KTB im Windischeschenbacher Ortsteil Naabdemenreuth pandemiebedingt schließen. "Nun geht es endlich wieder voran", sagt dessen Chef Frank Holzförster in Erwartung von Publikumsverkehr.

Nachdem die Inzidenzwerte im Landkreis Neustadt/WN so stark gesunken sind, darf auch Bayerns einzige geowissenschaftliche Umweltstation mit ihren Ausstellungen zur Geologie und zur Bohrtechnik wieder öffnen. Inzwischen wurde das Geo-Zentrum an der KTB auch von der Landesstelle der nichtstaatlichen Museen als museumsähnliche Einrichtung anerkannt.

„Wir haben die Zeit für Renovierungen und die Überarbeitung einzelner Ausstellungsmodule genutzt“, erläutert Holzförster. Dennoch fehlten Schulklassen und Ausflügler, damit die Umweltstation ihrem Bildungsauftrag nachkommen kann. Bis die ersten Schulklassen im Herbst 2021 oder frühestens im Sommer kommen, wird es jedoch noch dauern.

Dafür finden Familien und Einzelbesucher in den Ausstellungsteilen auf dem weitläufigen Gelände viel Platz, um den nötigen Sicherheitsabstand einhalten zu können und mal nicht nur online etwas zu unternehmen.

Einzigartige Einblicke in die steinernen Fundamente der Erde gibt die Ausstellung mit dem Erdbebensimulator. Der Ausstellungsteil rund um den Bohrturm zeigt die geniale Technik, die zur Untersuchung des Planeten mithilfe der 9101 Meter tiefen KTB-Hauptbohrung nötig war.

Die Geschichte der Bohrung von den ersten Plänen in den 1950er Jahren bis hin zu ihrem erfolgreichen Abschluss 1996 lässt sich auch bei schlechtem Wetter im ersten Stock des Ausstellungsgebäudes ebenso erkunden, wie die neue Dauerausstellung „Bodenschätze – die wertvolle Erde“. Sie wurde im Juli 2020 eröffnet und ergänzt die museale Aufarbeitung der Mineralienausstellung aus der Oberpfalz und die Angebote für Schulen zum Thema Rohstoffe. Als Kulisse dienen der höchste Landbohrturm der Erde und das tiefste offene Bohrloch des Planeten.

Die Onetz-Themenseite zum Geo.Zentum an der KTB

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.